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Iwangorod: Stadt-Festung an der estnischen Grenze

Die Geschichte von Iwangorod ist die Geschichte permanenter Kriege um das Territorium. Die Lage an der nordwestlichen Grenze Russlands bedeutete für die Stadt kein ruhiges Leben. Aus diesem Grund ist die Festung Iwangorod ihre wichtigste Sehenswürdigkeit. Sie ist massiv und solide, ihre Mauern hüten Erinnerungen an mehrere historische Epochen. Das Arbeiterviertel Parussinka macht mit der Atmosphäre der Industriesiedlungen im frühen 20. Jahrhundert bekannt. Und die grenznahe Lage der Stadt nimmt man am besten über die regionale Küche wahr: sie vereinigt russische und estnische kulinarische Traditionen.

Iwangorod wurde im späten 15. Jahrhundert als Stadt-Festung gegründet und stand der feindlichen livländischen Stadt Rugodiw, (dem späteren Narwa), gegenüber. Die Ritterburg der Kreuzritter und die russische Festung, durch Narwas strömende Wasser getrennt, beobachteten sich gegenseitig mit Argusaugen. Mehrmals gingen die Festung Iwangorod und die umliegende Stadt, mal zu den Schweden, mal zu den Livländern, mal zu den Polen über und fungierten öfters als Unterpfand in zahlreichen Friedenverhandlungen. Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Iwangorod endgültig der Sowjetunion zugesprochen und entwickelte sich zu einem Industriezentrum. Die seit dem 19. Jahrhundert in Iwangorod ansässigen Werke und Fabriken wurden nach und nach modernisiert und umgebaut. In den 1950er Jahren wurde am Fluss Narwa ein leistungsstarkes Wasserkraftwerk gebaut, und ein ruhiges Provinzleben kehrte in die Stadt ein.

dass es eine Burg ist und, mit der Zeit, die Stadt sich verbreitet hat, so, dass die Burg in der Mitte der Stadt liegt und selbst die Stadt liegt um sie herum.

Tourismus ist hier großgeschrieben. Vor einigen Jahren wurde die neue Touristenroute Silberring bzw. Silberkette ins Leben gerufen, die bekannte Festungen und weitere historische Sehenswürdigkeiten des nordwestlichen Russlands umfassen. Heutzutage verläuft diese Route durch elf Regionen. Das zum Silberring gehörende Iwangorod wird von Touristen aufgesucht, um seine gewaltige, mittelalterliche Festung, deren Mauern vielen Angriffen standhielten, zu besichtigen. Der zweite Punkt des Ausflugsprogrammes ist ein Spaziergang durch stille Sträßchen des Arbeiterviertels Parussinka, wo eine ruhige Atmosphäre der grenznahen Provinzstadt richtig spürbar ist. In der Regel fahren die Touristen, nachdem sie Iwangorod einen Besuch abgestattet haben, weiter nach Estland: die Grenze zwischen den zwei Staaten verläuft direkt durch die Stadt, die praktisch mit dem benachbarten Narwa verschmilzt.

Diese Nachbarschaft macht sich auch durch die örtliche Küche bemerkbar: russische und estnische Zubereitungstraditionen verflechten sich spürbar miteinander. Man sollte unbedingt zu Mittag oder zum Abendbrot Kartuliporss, (übersetzt: Kartoffel-Ferkel), überbackenes Kartoffelpüree mit Fleischfüllung, bestellen. Zu empfehlen wären auch leckerer, estnischer Hering mit saurer Sahne, köstliche Milchprodukte und Piparkook- Zimtkekse.

2017 hat Iwangorod seinen 525. Geburtstag gefeiert. Im Rahmen der Festivitäten fanden verschiedene Veranstaltungen statt: heimatgeschichtliche Stadtführungen, Festivals, ein internationales Schachturnier und vieles mehr. Die wichtigste Feier fand am Tag der Stadt, dem 22. Juli statt. Zu Festivitäten gehörten Straßenfeste, Volksmusikkonzerne und andere Vergnügungen.

Iwangorod, wie jede Grenzstadt, ist etwas verschlossen und gastfreundlich zugleich. Jeder Besucher wird das ganz bestimmt spüren.

Wie zu erreichen

Die bequemste Verbindung zwischen Iwangorod und Sankt Petersburg ist der Vorortzug, welcher jeden Abend vom Baltijski Bahnhof abfährt. Es gibt auch Busverbindungen: vom Busbahnhof am Obwodnoj Kanal fährt mehrmals am Tag der Linienbus Nr. 842, zwischen Russland und Estland, (Tallinn), oder Lettland, (Riga), verkehren Überlandbusse. Man kann auch ein Taxi, Linientaxi oder den Bus bis Kingissepp nehmen.

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