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Isborsk, Hauptstadt des slawischen Mittelalters

Isborsk ist ein Stadt-Museum mit jahrtausendalter Geschichte. Der Hauptort hier ist die uralte slawische Festung. Sie wurde nur einmal durch einen estnischen Feldherren im späten 16. Jahrhundert eingenommen. Alle anderen Belagerungen der Festung durch Gegner misslangen. Ende Juni-Anfang Juli findet hier eines der größten militärhistorischen Festivals Europas «Die Eiserne Stadt», (russisch: Zhelesny grad), statt, an dem Tausende von Liebhabern alter Geschichte aus verschiedenen Ländern teilnehmen. Außerdem kann man in Isborsk unglaublich leckere geräucherte Brachse zubereiten. Man sollte die Chance, diesen Fisch zu kosten, nicht verpassen!

Die offizielle Geschichte von Isborsk fängt in Jahre 862 an. Chroniken berichten, dass zusammen mit dem Waräger Rjurik, auch zwei seiner Brüder in die Rus kamen, um dort als Fürsten zu regieren; einer von denen, Truwor, wurde zum Herrscher von Isborsk. Aus damaliger Zeit blieben die Ruinen der Truwor-Wallburg, (russisch: Truworowo gorodischtsche), ein alter Friedhof mit geometrischen Zeichen alter Baumeister und hohe Festungswälle der Festung Isborsk, erhalten. Die hölzerne Festung wurde in alten Schlachten niedergebrannt, 1330 wurde sie aus Stein neu errichtet. Um die Festung herum hatte sich die Stadt gebildet, Bollwerk der alten Rus an ihren nordwestlichen Grenzen.

Ende des 19. — Anfang des 20. Jahrhundert hatte Isborsk durch seine Altertümer das öffentliche Interesse geweckt. Sämtlich wichtige Sehenswürdigkeiten wurden damals restauriert. In den Jahren 1903-1904 arbeitete hier der russische Maler Nikolai Roerich. Seine Gemälde Türme und Kreuz in der Truwor-Wallburg sind Isborsk gewidmet.

Die zweite Restaurierungsphase wurde 2010 gestartet: durch einen Sonderbeschluss der russischen Regierung wurden große Feierlichkeiten zum 1150. Bestehen von Isborsk veranlasst. Bis zum Jubiläum im September 2012 wurden die Festung Isborsk und die Stadtvillen der Kaufleute Anissimow und Schwedow restauriert und zu einem Museumsviertel zusammengelegt. Es entstand eine touristische Infrastruktur. Die Einwohner der Oblast Pskow kommen gerne Ende Februar-Anfang März hierher, wenn hier die Masleniza, (traditionelles russisches Fest am Ende des Winters), gefeiert und der Winter verabschiedet wird. Anfang Mai findet hier das bunte kulinarische Fest der kleinen Pastete, (russisch: prasdnik piroschka), statt: außer allerlei Pastetchen werden auch der berühmte Isborsker Sbiten, (Honiggetränk mit Kräutern) und Soljanka, (Eintopf mit mehreren Fleischsorten und geräucherter Wurst), angeboten, sowie eine unglaublich leckere geräucherte Brasse.

Eine Reise nach Isborsk bietet verschiedene Möglichkeiten an: man kann ausgedehnte Wanderungen durch die Wälder machen, Beeren und Pilze sammeln, das abgeschiedene Malski-Kloster besuchen und sich vor den heiligen Gebeinen des Ehrwürdigen Onophrios beugen. Alles in einem wäre das eine echte Erholung von lärmenden Großstädten.

Wie zu erreichen

Isborsk liegt 300 km von Sankt Petersburg entfernt und befindet sich zwischen zwei historischen Städten: Pskow und Petschory. Am besten kommt man hierher aus Pskow: es fahren täglich Linientaxis und ein Linienbus Nr. 126 nach Isborsk. Man kann auch den Linienbus Nr. 207 nehmen, er fährt nach Petschory über Isborsk. Ein großer Fernbus aus Sankt Petersburg fährt durch Pskow nach Petschory und macht Zwischenstopp in Isborskе. In Pskow hält er jeden Tag gegen 19 Uhr.

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