Der historisch-kulturelle Komplex „Omsker Festung“ - ist eine Erinnerung daran, wie die Stadt Omsk auf Russlands Karte erschien. Im Jahr 1716 baute die Truppe des Oberstleutnants Iwan Dmitrijewitsch Buchholz zwei Redoute am Flussufer der Om. Dieser Ort – der im heutigen Omsk mit dem Erinnerungsabzeichen „Macht“ gezeichnet ist – erwies sich als strategisch vorteilhaft. Bald wurde an der Stelle auch eine Festung errichtet. Laut einer Volkszählung vom 1725 lebten dort 992 Personen (gezählt wurden nur Personen männlichen Geschlechts).
Mitte des XVIII. Jahrhunderts sind die defensiven Fähigkeiten der alten Omsker Festung stark gesunken. Deshalb traf der Generalleutnant Iwan Iwanowitsch Springer die Entscheidung über die Errichtung einer neuen Verteidigungsanlage auf der anderen Seite des Om Flusses. Der Bau der zweiten Omsker Festung – dauerte fünf Mal länger als der vorherige – und wurde zum Ende der 1760er Jahre vollendet. Gebaut wurde die Festung im Wesentlichen von Gefangenen und Kosaken. Auf dem Gebiet der Festung waren das Generalhaus, Häuser für die Offiziere, Kasernen für Soldaten, Lagerhäuser und andere Gebäude für militärische und verwaltungstechnische Zwecke untergebracht. Das erste Steingebäude war die Auferstehungskathedrale, deren Bau im Jahr 1769 begann. Im Jahr 1864 wurde die Omsker Festung abgeschafft. Die Wiederbelebung des historischen Denkmals begann am Ende der 1990er Jahre. Heute umfasst der historisch-kulturelle Komplex „Omsker Festung“, die im Jahr 2009 erstellt wurde, die Tobolsker, Omsker, Tarsker und Irtyschsker Tore und die Finanzielle Vorratskammer. Es gibt Rekonstruktionspläne anderer Bauten. Auf dem Gebiet des Komplexes werden Volksfeste und Handwerksmärkte veranstaltet. Zur Erkundung der Stadt Omsk und der Omsker Festung werden Touristen zehn verschiedene Exkursionsprogramme angeboten. Eines der interessantesten - „Auf den Spuren von Dostojewski“ - erzählt über den Aufenthalt des großen Schriftstellers in Omsk.