Auf der Karte Deutschlands erschien Wuppertal im Jahre 1929 nach der Fusion der Provinzen, die im Tal der Wupper verstreut waren. Unter diesen vereinten Städten und Gemeinden waren Barman, Elberfeld, Ronsdorf, Cronenberg, Fohwinkel, Langerfeld und Beyenburg. Heute haben sie alle den Status der Stadtbezirke von Wuppertal.
Das historische Zentrum der Stadt ist der Bezirk Barmen. Von hier aus waren die Anhänger der ältesten Einschienenbahn der Welt unter dem Namen Schwebebahn gefahren («in der Luft schwebende Straße"). Diese Straßenbahn wurde am 1. März 1901 ins Leben gerufen und dient immer noch als ein öffentliches Verkehrsmittel! Die Doppelte Schiene, auf der sich die Anhänger mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde bewegen, "hängen" buchstäblich in der Luft. Die Streckenlänge beträgt 13,3 Kilometer. Als Symbol der Einschienenbahn aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts gilt der fallende Elefant. Dann entschied der Direktor des örtlichen Zirkus im Anhänger einen Baby-Elefanten mit dem Namen Tuffah zu Werbezwecke zu führen. Dem Elefanten hat die Reise nicht gefallen, er hat eine Wand des Anhängers zerstört und ist in den Fluss gefallen, und wurde dabei nicht ernsthaft verletzt. Heute kann man in der Nähe der Unfallstelle, an der Wand eines Hauses zwischen den Stationen «Altermarkt» und «Adlerbrücke», die Zeichnung sehen, die einen fallenden Elefanten zeigen. Die "fliegende" Straßenbahn hat zurzeit täglich mehr als 80 Millionen Passagiere!
Im Bezirk von Barmen ist auch ein Komplex von Gebäuden lokalisiert, der dem Zeitalter der frühen Industrialisierung gewidmet ist. Er wurde im Allgemeinen mit den Webern assoziiert. Noch im Mittelalter war dieses Gebiet das Zentrum der deutschen Weberei. Doch am Ende des 19. Jahrhunderts hat der Beruf des Webers nicht mehr existiert. Wegen der Armut, die von der Industrialisierung erzeugt wurde, begannen die Massenunruhen. Gerade zu dieser Zeit wurde in der Stadt Barmen in der Familie eines wohlhabenden Textilfabrikanten der zukünftige Kämpfer für soziale Reformen Friedrich Engels geboren. Das Barockhaus, das dem Großvater Engels gehörte, hat überlebt. Die Textilfabrik, wo bestehende Webstühle, Spinnen und Dampfmaschinen, Fotos und Zeugnisse jener Jahre zusammengeführt sind, ist auch erhalten geblieben. In einem der Räume wurde die Arbeitsbedingungen der Textilfabrik mit hoher Luftfeuchtigkeit, dem Dampf, dem Brüllen und einer unerträglichen Hitze imitiert. Als eines der Wahrzeichen der Altstadt gilt ein Denkmal für die Weberin Mina, die Heldin des Gedichts von Otto Hausmann. Mina war das 13. Kind in einer großen Familie mit einem arbeitslosen Vater - Alkoholiker, und als Kind war sie gezwungen, in einer Fabrik zu arbeiten. Die Skulptur befindet sich auf der Hauptstraße von Wuppertal, der Poststraße.
Während der Zeit der Industrialisierung haben sich in Wuppertal die Traditionen der lokalen Küche entwickelt. Heute, im Gegensatz zu früheren Zeiten gelten die ehemaligen Lebensmittel der Arbeiter in Wuppertal als exotisch und werden in den besten Restaurants der Stadt serviert. Unter diesen Gerichten ist das einfache Wurstbrot Kottenbutter. Dies ist ein Stück Schwarzbrot, das mit geräucherter Wurst, Zwiebelringen und Senf serviert wird. An der Wende der 19-20 Jahrhunderte haben die Arbeitnehmer der Weber Werkstätten, Schmieden und Gießereien mit einem solchen Wurstbrot gefrühstückt, unter dem gemeinsamen Namen Kotten. In Wuppertal kann man Pillekuchen verkosten - Große Kartoffelpuffer, die in der Regel mit Apfelmus serviert werden, und auch Bratkartoffeln mit Speck und Zwiebeln, die Linneweber genannt werden. Für das beste Bier in der Stadt geht man ins Wuppertaler Brauhaus. Es befindet sich in einem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, wo für eine lange Zeit die öffentlichen Bäder und Schwimmbäder untergebracht waren. Heute werden hier vor den Augen der Besucher zwei Sorten Flaschenbier von gebraut: Wupper Hell und Wupper Dunkel. Zum berauschenden Getränk werden traditionelle Schweinefüsse, Rippchen und Schinken serviert, und am Wochenende wird knuspriges Brot gebacken.
In Wuppertal ist das berühmte Tanztheater Wuppertal Pina Bausch gelegen. Diese Tänzerin wurde von der internationalen Gemeinschaft als einer der besten Choreographen unserer Zeit anerkannt. In einigen Jahren war sie in der Lage ihr provinzielles, unbekanntes Theater auf Weltebene zu bringen! Pina Bausch starb im Jahr 2009, aber ihr Theater erfreut sich immer noch großer Beliebtheit. Um zu der Show in Wuppertal zu bekommen, müssen Tickets viele Monate im Voraus gebucht werden. Wenn man Theaterstücke in Wuppertal schauen möchte, sollte man die Tickets einige Monate im Voraus buchen.
In Wuppertal ist Tango beliebt. Jedes Jahr findet im Oktober in der Stadt das größte Festival des argentinischen Tangos Deutschlands statt (Wuppertal Tango Festival). Es gibt in der Stadt auch ein Ort der Anbetung, wo sich die berühmten Tangotänzer aus der ganzen Welt treffen. Es ist das Café «Ada», wo jeden Samstag spektakuläre argentinische Tanzstunden für jedermann organisiert werden. Eine Andere spektakuläre Veranstaltung in der Stadt ist der weltberühmte Vohwinkelmarkt. Er öffnet am letzten Sonntag im September um Mitternacht. Der Markt wurde in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts eröffnet und wird jedes Jahr größer.
In das hügelige Wuppertal, das das Kolorit des Nördlichen Rheintals absorbiert, ziehen einen die Schwebebahn und Tausenden Treppen. Die Geschichte wird hier auch in den Spezialitäten der Restaurants bewahrt. Und das Herbstfest des argentinischen Tangos - dem leidenschaftlichen und starken Tanz, - wird jeden Stress verbannen.