Die Wolga-Uferstraße ist mehr als eine beliebte Promenade für Einwohner, Touristen und Hochzeitsgesellschaften. In erster Linie ist das die Geschichte Jaroslawls. Am Wolga-Ufer war es, wo vor über tausend Jahren eine Stadt gegründet wurde. Dabei wurde der Kai selbst erst im Jahr 1830 gebaut. Der wichtigste Ort ist die Strelka, denn von hier beginnt Jaroslawl. Es ist der Punkt, an dem Wolga und Kotorosl zusammenfließen. Hier ist ein Landschaftspark mit Fontänen angelegt und 1010 soll Jaroslaw der Weise an dieser Stelle laut einer Legende einen Bären mit der Mordaxt erschlagen haben; Daraufhin beschloss er, anstelle der damaligen Siedlung eine Stadt entstehen zu lassen. Der Bär mit der Mordaxt wurde im Nachhinein auf dem Stadtwappen verewigt.
An der Strelka, die den Anfangspunkt der Wolga-Uferpromenade bildet, wird in der Sommerzeit ein Blumenbeet mit dem Stadtwappen angelegt. Der Ort, an dem der Bär getötet worden ist, ist auch durch ein berühmtes Denkmal, Jaroslaw des Weisen, gekennzeichnet. Dies ist ein riesiger Stein mit einer Aufschrift, die verkündet, dass von diesem Ort die Stadt hervorgegangen ist. Es wird angenommen, dass der Stein um einiges älter ist, als Jaroslawl selbst. Dem Steinbrocken werden magische Fähigkeiten zugeschrieben, daher überrascht es nicht, dass immer so viele Münzen um ihn herum liegen: Sie stammen von Menschen, die sich hier etwas gewünscht haben.Ein anderes auffälliges Denkmal an der Strelka ist der Pfeil zum tausendjährigen Bestehen der Stadt. Seine Höhe beträgt 18 Meter, die Spitze ziert eine Adlerfigur und am Fuß sind Statuen angebracht: Jaroslaw der Weise, Priester, Krieger und Entdecker, sowie eine Mutter mit Kind. Auf der unteren Ebene des Postaments sind Hautreliefs mit Abbildungen von Szenen aus der Stadtgeschichte angebracht. Bei einem Spaziergang an der Uferstraße kann man kaum die Rotonde aus dem Jahr 1840 verfehlen. Sie hat mehrere Namen. Der wichtigste - die Gouverneurs-Rotonde: Es wird angenommen, dass sich im 19. Jahrhundert der Gouverneur an Sonntagen höchstpersönlich hierher aufmachte, um darin Tee zu trinken. Ein anderer Name ist die Liebeslaube, da dies ein beliebtes Fotomotiv für Frischvermählte ist.