Die Prophet-Elias-Kirche gibt es auf Postkarten und vielen anderen Souvenirs aus Jaroslawl zu sehen. Sie steht auf dem Hauptplatz der Stadt und gilt als ein Meisterwerk der Jaroslawler Architektur und Malerei. Es existiert die Meinung, dass dies nicht die erste Prophet-Elias-Kirche in Jaroslawl ist. In der „Sage zur Erbauung der Stadt Jaroslawl“ besiegte Fürst Jaroslaw der Weise, einen Bären. Woraufhin er befahl, dem heiligen Elias zu Ehren eine Stadt errichten zu lassen. Aus diesem Anlass befahl er auch eine Kirche zu bauen. Man weiß nicht, wie lange diese Kirche, die genauso alt war, wie die Stadt, existiert hatte. Die heutige Prophet-Elias-Kirche steht wenige Meter von dem Ort entfernt, an dem ihre Vorgängerin gestanden hatte.
Die Prophet-Elias-Kirche ist Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut worden; Geldgeber waren die Brüder Skripiny, privilegierte Kaufleute, die den Zarenhof mit Pelz und Edelsteinen belieferten. Zum Ende des Baus hin erhielt die Kirche ein kostbares Geschenk von dem Patriarchen Josef - ein Fragment vom Gewand Jesu, das früher im Mariä-Entschlafungs-Kloster des Moskauer Kremls aufbewahrt wurde. Die Kathedrale samt Glockenturm mit Zeltdach und grünen Kuppeln steht auf einer Anhöhe. Der Bau, sowie die Inneneinrichtung wurden unter Anweisungen der Brüder Skripiny durchgeführt. Die Ikonostase wurde aus drei Ikonen aus dem 16. Jahrhundert zusammengefügt und aus Einzelbildnissen, die Skripiny bei Ikonenmalern aus Jaroslawl und Kostroma in Auftrag gegeben hatten. Nach dem Tod der Brüder wurde die Kathedrale weiterhin verziert: Ende des 17. Jahrhunderts ist eine neue vergoldete Ikonostase im Stil des Moskauer Barock dazugekommen. 1920 wurde die Kirche an das Jaroslawler Museum übergeben und bereits in den 1930-er Jahren wurde sie in ein eigenständiges, antiklerikales Museum umgewandelt; Eines der Ausstellungsstücke war das foucaultsche Pendel, das direkt unter der Kuppel hing. In den 1950-er Jahren begann der Wiederaufbau der Kirche. Der Gottesdienst findet seit 1989 wieder darin statt.