Die Gründungsgeschichte der Kazan-Kathedrale hängt mit der Legende über die wunderwirkende Ikone, einer Reproduktion der Gottesmutter von Kazan, zusammen. Aus Kazan in die Stadt Tutajew und dann nach Jaroslawl gebracht, ist sie ein Heiligtum, dem viele Wunderheilungen nachgesagt werden; 1610 brachte man sie in einer speziell für sie gebauten Holzkirche unter. Ursprünglich hatten sich hier 72 Nonnen aus dem Christi-Geburt-Kloster niedergelassen, das durch polnisch-litauische Eindringlinge zerstört worden war.
Im Jahre 1835 errichtete man auf dem Territorium des Kazan-Klosters, anstelle der Holzkirche die Kazan-Kathedrale aus Stein. Inzwischen wurde das Kloster immer größer und zu seinem 300 jährigem Bestehen in 1910 war es dank der kunstvollen Ikonenmalerei und Goldstickerei der Nonnen weit außerhalb von Jaroslawl bekannt. 1918 wurde das Kloster aufgelöst, die Ikone verschwand. Später wurden im Gebäude des Kazan-Klosters eine Bibliothek, eine Schule und ein Planetarium eingerichtet. Genau 80 Jahre nach seiner Auflösung wurde das Kloster wiedereröffnet. Darin befinden sich die heiligen Gebeine des Archiereus Agafangel - des heiliggesprochenen Metropoliten von Jaroslawl und Rostow, sowie eine Kopie von der verschollenen Ikone, Gottesmutter von Kazan aus Jaroslawl.