Die Peter und Paul-Kathedrale in Sewastopol öffnete die Türen für ihre Gemeinde im Jahre 1844. Sie wurde auf der Stelle der Peter und Paul-Holzkirche vom XVIII. Jahrhundert gebaut, die 1837 von einem starken Sturm zerstört war. Den Bau der neuen Kathedrale leitete Admiral Lazarew, der sich für antike Baukunst interessierte. Deswegen sieht die Kathedrale sehr ungewöhnlich für eine orthodoxe Kirche aus. Für die Angehörigkeit an orthodoxe Religionsgemeinschaft dieses klassischen Gebäudes mit den Säulen aus dem Kalkstein spricht nur das orthodoxe Kreuz auf der dreieckigen Front. Vor der Kathedrale befanden sich die Skulpturen von den Aposteln Peter und Paul. Leider wurden sie im Krimkrieg (1853-1856) von der französischen Armee außer Landes gebracht, heutzutage stehen hier nur die Kopien.
Die über der Stadt hochragende Peter und Paul-Kathedrale war immer ein ideales Schussziel für Feinde. Aber nach jeder Militärkampagne wurde die Kathedrale immer wieder von der Stadt restauriert. 1931 schloss man die Kathedrale und 1946 übergab man den Raum einem Archiv. Noch später war hier das Lunatscharski-Theater untergebracht. Erst ab 2006 funktionierte sie wieder als Gotteshaus.