Die Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kathedrale in der Bolschaja Morskaja Straße in Sewastopol wurde 1905 eingeweiht. Die Kathedrale mit fünf Kuppeln aus Inkermansteinen, (ein besonderer in der Nähe von Inkerman verbreiteter Kalkstein), erinnert an die Traditionen der russischen Baukunst des XVI. Jahrhunderts. Die Kirchenfassaden haben Mosaikikonen, die Hauptikone ist die Mariä-Schutz-Ikone, die von den Gemeindemitgliedern immer mit Blumen geschmückt wird.
Von 1916 bis 1923 befanden sich in der Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kathedrale die sterblichen Reste von Revolutionären, die auf dem „Otschakov“-Kreuzer gefunden wurden, darunter auch die des Leutnants Schmidt. Später wurden sie auf dem Friedhof umgebettet. Nach der Revolution war die Kathedrale geschlossen. Und während des Großen Vaterländischen Krieges wurde sie als Kriegslazarett verwendet. Danach übergab man die Kathedrale an die Gläubigen, aber ab 1962 befand sich dort ein Archiv und die Kathedrale verlor ihre goldenen Kreuze und Kuppeln. Gottesdienste wurden dort erst 1994 aufgenommen. Damals restaurierte man auch Nebenaltarräume, Ikonostasen und Wandmalereien. In der Kathedrale werden die Gebeine vom heiliggesprochenen Admiral Uschakow aufbewahrt.