Krutizy ist ein architektonisches Denkmal aus dem 17. Jahrhundert. Seine Geschichte geht auf das 13. Jahrhundert zurück, als am steilen Ufer der Moskwa das Krutizy-Kloster entstand, das am Schnittpunkt alter Fürstenwege nach Kolomna und Rjasan lag. Später befand sich hier die Residenz der Bischöfe Sarski und Podonski.
Heute stellt Krutizy Backsteingemächer des Metropoliten, die mit Mosaik „Pfauenauge“ im Stil der russischen Majolika geschmückt sind, die Mariä-Himmelfahrtskirche in Krutizy, sowie Woskresenkije Durchgänge dar. Besonders schön ist das Haupthaus aus dem 17. Jahrhundert, der Teremok, bekleidet mit verschiedenfarbigem Kachelschmuck von Stepan Iwanow. Die Rekonstruktion des Hofs läuft immer noch. Hier werden in den Kirchen Fresken und Ikonenwände wiederhergestellt, die Innereinrichtung der Naberezhnije Gemächer wird rekonstruiert. Doch das wertvollste am Hof Krutizy ist nicht nur die Architektur alleine, sondern vielmehr das verblüffende Gefühl eines „Verlassens“ der lärmigen Realität einer Metropole zugunsten einer wundervollen Oase des alten Moskau mit seiner Ruhe, Gemächlichkeit und Stille. Hierher möchte man immer wieder zurückkehren, um an den mittelalterlichen Mauern, auf dem Kopfpflaster wieder das Altertum zu berühren.