Das Iwerskij Kloster ist 1860 einer Gemeinde der Krankenschwestern «entwachsen». Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bewohnten es fast 400 Novizinnen, die im Klosterkrankenhaus, in der Schule und in den Werkstätten tätig waren. Wissenswert wäre zu erwähnen, dass ausgerechnet in diesem Kloster eines der Symbole der bulgarischen Armee, die Samara-Fahne gestickt wurde, unter welcher die Bulgaren während des Russisch-türkischen Krieges kämpften. Nach der Revolution wurde das Iwerskij Kloster, dem alle Wertsachen entzogen wurden, zu einer Nähwerkstatt umgebildet. Im Jahre1925 existierte das Kloster nicht mehr: der Glockenturm, sowie eine der Kirchen, die Uspenskaja Kirche, wurden zerstört. Die erhaltenen Bauten dienten als Wohnhäuser.
1992 hat man mit den Arbeiten zum Wiederaufbau des Iwerskij Klosters begonnen. Es wurde mit der Kirchenwiederherstellung und Friedhofssanierung begonnen. Die Nonnen bekamen ein Zehntel der einstigen Ländereien zugeteilt. Heute arbeiten im Kloster eine Ikonen- und eine Goldstickereiwerkstatt, befinden sich die Gottesmutterikone vom Jerusalem, die von dem Patriarchen Alexij II. geschenkt wurde, und Reliquien des Ortsheiligen Alexander Tschagrinski.Aber die Hauptsehenswürdigkeit hier ist der Klosterglockenturm. Seine Glocken werden durch das elektronische Glockenspiel gesteuert, welches wiederum eine Glöcknerin von einem Mobiltelefon bedienen kann!