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Ferapontow-Kloster, ein Weltkulturdenkmal

Das Ferapontow-Kloster liegt 115 km von Wologda entfernt. Es ist bekannt, dass im Jahre 1398 Mönch Ferapont, vom Ehrwürdigen Kirill Beloserski gesegnet, das Kirillo-Beloserski Kloster verließ und ein neues Kloster gründete. Das Ferapontow-Kloster war knapp vier Jahrhunderte lang sehr einflussreich, es war ein Kultur- und Aufklärungszentrum der Region Beloserski. Hier blieben auf eine wundersame Art die letzten Fresken des großen Ikonenmalers Dionisij erhalten, der Ende des 15. bis Anfang des 16. Jahrhunderts lebte und wirkte.

1490 wurde im Ferapontow-Kloster die erste Kathedrale aus Stein erbaut: die Mariä-Geburt-Kathedrale. 1502 hatte Dionisij, der damals der berühmteste Ikonenmaler war, diese Kathedrale bemalt. Er hat auch in der Mariä-Entschlafens-Kathedrale im Moskauer Kreml gewirkt. Zusammen mit seinen Söhnen hatte er eine riesige Fläche der Kirchenwände mit Fresken bemalt und hatte dafür knapp über einen Monat gebraucht. Das sind seine einzigen erhaltenen Fresken, ein einzigartiger Artefakt Russlands aus dem 16. Jahrhundert! Dank diesen Fresken wurde das Bauwerksensemble des Ferapontow-Klosters 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde im Kloster die Verkündigung-des-Herrn-Kirche aus Stein errichtet, mit einem Glockenturm und einem zweistöckigen Refektorium. Heute werden hier Ikonen, antike Bücher, liturgische Gewänder des Ehrwürdigen Martynians ausgestellt, im Keller kann man Alltagsgegenstände und Arbeitsutensilien der Bauern aus Dörfern, die einst dem Kloster gehörten, besichtigen. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts bis heute stehen im Kloster die Martynian-Kirche mit einem Zeltdach, die über dem Grab des Ehrwürdigen errichtet wurde, das Heilige Tor mit Kirchen über dem Tor und der Glockenturm mit der ältesten Schlaguhr Russlands. Nach den Reformen Katharinas II. hatte das Ferapontow-Kloster seine Ländereien verloren und wurde geschlossen. Seit 1798 funktionierte hier nur die Gemeindekirche. In den 1920er Jahren wurde das Kloster restauriert, 1975 wurde hier das Museum für Dionisij-Fresken eröffnet. Seit 1989 werden hier wieder Gottesdienste abgehalten.

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Anschrift
ul Kargopolskaya 8
161120, selo Ferapontovo
Telefon
+7 81757 49261
Offizielle Website
Öffnungszeiten
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