Der Bau der Steinernen Brücke über die Donau wurde im Jahre 1135 auf dem Befehl des Herzogs Ludwig VII. begonnen und dauerte neun Jahre lang. Sie wurde für die Mitglieder des zweiten Kreuzzuges prädestiniert. Für die damalige Zeit wurde der Bau der Brücke aus Stein als ein Wunder betrachtet. Die Steinerne Brücke in Regensburg diente als ein Beispiel für die folgenden gleichartigen Anlagen in Europa. Es wird u.a. angenommen, dass die Karlsbrücke in Prag nach dem Vorbild der Steinernen Brücke von Regensburg erbaut wurde. Was die Steinerne Brücke selbst betrifft, war sie für ca. acht Jahrhunderten das einzige Mittel, um über die Donau im Weichbild der Stadt zu gelangen. Heute ist die Steinerne Brücke eine der Hauptsehenswürdigkeiten Regensburgs.
Es gibt eine interessante Sage über die Erschaffung der Steinernen Brücke. Wie die Sage berichtet, hat der Architekt der Brücke mit dem Architekten des Regensburger Domes, der gleichzeitig gebaut wurde (in Wirklichkeit war es nicht so), gewettet, wer als Erster fertig mit dem Bau wird. Der Bau des Domes verlief zu Beginn schneller und der Brückenarchitekt hatte demnach beschlossen, ein Geschäft mit dem Teufel zu machen. Der Teufel sollte bei dem Bau der Brücke helfen und im Gegenzug dafür die Seelen der drei ersten Wanderer, die die Steinerne Brücke betreten, erhalten. Die Brücke wurde also schneller als der Dom erbaut aber der schlaue Architekt hatte zunächst einen Hahn, und zwei Hühner Brücke betreten lassen, bevor er Wanderer auf die Brücke ließ. Der Teufel ist dabei in Wut geraten und hatte versucht, die Brücke zu zerstören. Es ist ihm jedoch nicht gelungen.