Das Alte Rathaus in Regensburg ist ein Denkmal an die vorherige Majestät und Bedeutung der Kaiserstadt. Genau im Alten Rathaus von Regensburg wurden innerhalb des 17. Und 19. Jahrhunderts Sitzungen des Reichstages bzw. des germanischen Parlaments, welche aus den Reichsständen entspringt, durchgeführt. Der Bau des Gebäudes wurde Mitte des 14. Jahrhunderts, nach dem Befehl des Kaisers Karl VI. begonnen. Der Platz des Baus wurde nicht zufällig gewählt. Man sagt, dass sich in den Antikzeiten genau an diesem Platz das Haus der Patrizier der römischen Kolonie «Castra Reginа» befunden hat.
Das Alte Rathaus wurde lange Zeit erbaut und später, einige Jahrzehnte nach der Bauvollendung, stellte sich heraus, dass das Gebäude von viel höherer Bedeutung als ein einfacher Sitzort der Stadtverwaltung ist. Nach dem Abschluß des dreißigjährigen Krieges wurde eine ständige Versammlung, in der die Beziehungen zwischen mehreren germanischen Ländern geregelt wurden, gegründet. Dadurch ist der Reichstag entstanden, welcher bis zur Gründung des Deutschen Kaiserreiches im Jahre 1871 existierte. Der Sitzort des Reichstages war bis im Jahre 1806 genau im Alten Rathaus. Heutzutage befindet sich dort das Reichstagsmuseum. Viele Leute finden das Gebäude beachtenswert, da es die erste zwischenstaatliche Vereinigung in postmittelalterlichen Europa bzw. ein Prototyp des Parlamentes ist. Für Andere ist es interessant, das mittelalterliche Gefängnis und die Folterkammer, welche sich im Keller befinden, zu besichtigen.