Die Schlossanlage in Bayreuth wurde 1735 im Auftrag der Markgräfin Wilhelmine errichtet, die die Tochter des preußischen Kaisers Wilhelm und die Schwester des Kaisers Friedrichs des Großen war. Zunächst wurde hier nur ein Schloss, das Alte, erbaut, und später ließ man das Neue Schloss errichten. Der Aufbau des Neuen Schlosses begann noch unter Wilhelmine und endete 1853, fast 100 Jahre später nach ihrem Tod. Um das Schloss herum wurde ein englischer Garten angelegt und Fontänen gebaut.
Die Schlossanlage ist öffentlich zugänglich. Bewundernswert sind die Interieure von dem Alten Musikzimmer, dem Japanischen Zimmer, dem Chinesischen Spiegelkabinett. Zwischen zwei Flügeln des Neuen Schlosses befindet sich der „Sonnentempel“, wie er von Wilhelmine genannt wurde. Daneben liegt das Ruinentheater, das einen Theaterpavillon darstellt. Übrigens spielte auf seiner Bühne selbst Markgräfin Wilhelmine. Auch Voltaire trat auf seine Bühne. Ausgerechnet mit diesem Pavillon erwarb Bayreuth, die Stadt der jährlichen Richard-Wagner-Festspiele, seinen Ruhm zunächst als eine Theaterstadt und dann als eine Opernstadt