Die jährlichen Richard-Wagner-Festspiele sind das Hauptereignis in Bayreuth. Den Grundstein dazu hatte selbst Richard Wagner gelegt. Im Jahre 1872, anlässlich des Geburtstags des Komponisten, wurde der Grundstein zu einem neuen Festspielhaus, dessen Aufbau Wagner selber überwachte, in der Stadt gelegt. Das Gebäude wurde das „Festspielhaus“ genannt, und das zu Recht. Die ersten Opernfestspiele fanden hier 1876 statt, und die nächsten wurden nach sechs Jahren, durchgeführt.
Mit dem Tode Wagners hätte man mit der Tradition brechen können, aber da kam Cosima, die die Witwe des Komponisten und die Tochter eines anderen großen Musiker, Franz Liszt, war, ans Ruder. Danach leitete ihr Sohn Siegfried die Durchführung der Festspiele. Bis 2008 lagen die Festspiele in der Verantwortung des Enkels des großen Komponisten Wolfgang. Die Festspiele sind ein bedeutendes Ereignis für die Welt der Opernmusik. Jeden Sommer kommen nach Bayreuth die führenden Musiker aus der ganzen Welt, um ihre Interpretationen von Wagners Werken vorzustellen. Die Bayreuther Wagner-Festspiele finden Ende Juni bis Ende August statt.