Der Bau des Braunschweiger Domes (auch als Dom St. Blasius und St. Johannis des Täufers bekannt) wurde zu Lebzeiten von Heinrich des Löwen begonnen. Er und seine Frau Mathilde wurden dort noch vor der Vollendung des Baus begraben. Genau dort wurde auch ihr Sohn, der Römische Kaiser Otto IV., begraben. Das Gebäude des Domes wurde während des 14.-16. Jahrhunderts umgebaut. Die älteste Seite des Domes ist die Ostseite, auf welcher die pure Architektur der Romanik erhalten blieb. Eines der Hauptwerte des Domes ist das Kruzifix aus Holz, welches von einem Meister namens Imervard in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erschaffen wurde.
Das Interesse erregt auch das gotische Grabmal vom Herzog Heinrich des Löwen und seiner Frau Mathilde. Das Grabmal stellt den Herzog als junger Kämpfer mit dem Modell des Domes in seiner Hand dar. Auf der Nordseite des Domes befindet sich das sogenannte «Löwenportal». Laut einer Sage hatte der Lieblingslöwe des Herzogs, welcher den Tod seines Herren nicht hatte ertragen können, tiefe Kratzer auf der Wand hinterlassen. Eine weitere prosaische Erklärung zu den Wandkratzern ist, dass die mittelalterlichen Ritter vor dem Anfang ihrer Feldzüge ihre Schwerter dort geschliffen hatten.