Die Woronzow-Villa gilt als eine der wichtigsten und interessantesten Sehenswürdigkeiten von Simferopol. Sie wurde im Jahr 1826 für den Generalgouverneur von Taurien Naryschkin gebaut und stellt heute ein zum größten Teil rekonstruiertes Haus dar. Der Generalgouverneur Neurusslands, Fürst Michail Woronzow, der die Region aus Odessa verwaltete, kaufte das Haus von der Witwe von Naryschkin im Jahr 1834 ab und verwandelte es in seine Residenz, weil er manchmal dienstlich in Simferopol bleiben musste.
Die Woronzow-Villa wurde immer im einwandfreien Zustand gehalten. Dort waren nämlich oft die Angehörigen der Kaiserfamilie zu Besuch. Zum Beispiel lebten im Haus im Jahr 1837 die königliche Familie mit Kronprinz Alexander, (der spätere Kaiser Alexander II.), mit seinem Mentor und Lehrer Konstantin Schukowski. Das Haus stellt ein schönes Beispiel des klassischen, europäischen Empire dar. Bemerkenswert ist auch das alleinstehende Gebäude der Küche im türkischen Stil, das aussieht wie die mehrfach vergrößerte «Fontäne von Bachtschyssaraj». Nachdem der Fürst und später auch sein Sohn und der einzige Erbe Semjon Michailowitsch Woronzow gestorben waren, wurde das Haus vom Staat abgekauft. Dort wurden zu unterschiedlichen Zeiten verschiedene Institutionen untergebracht. Jetzt hat das Haus den Status eines Bauddenkmals. Im Innern des Hauses befindet sich ein neues Interieur mit verschiedenen Wandbildern.
Der Park «Salhyrka» um das Haus herum wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts gebaut und gilt heute als der älteste Park der Stadt. Das Woronzow-Haus wird sogar oft als das «Haus am Salhyr» genannt, weil daneben der Fluss mit dem gleichen Namen fließt. In den letzten Jahren wurde jedoch dem Park der offizielle Name «der Woronzow Botanische Garten» verliehen. Er wurde von Lehrern und Studenten der Universität von Taurien gegründet. Im Park ist ein Rosengarten angelegt, sowie grüne Labyrinthe gepflanzt.