Der Geist des kaufmännischen Kostromas lebt in den berühmten Handelsreihen. Sie haben ihr aus dem 18. Jahrhundert stammendes Aussehen fast unverändert bewahrt und werden auch heute bestimmungsgemäß benutzt.
Bis 1773 standen an der Stelle der heutigen Handelsreihen einfache Verkaufstische aus Holz, wo mit Fisch, Milchprodukten, Brot und Haushaltskleinkram gehandelt wurde. Der Handel war sehr rege, da die Stadt an der Wolga lag, über die die Kaufleute ihre Waren in verschiedene Städte lieferten. Der Bau der Handelsreihen aus Stein begann erst im späten 18. Jahrhundert nach einem verheerenden Brand, der alte hölzerne Läden und Lagerräume vernichtet hatte. Zuerst wurden die Roten Reihen eröffnet, wo Stoffe, Schuhwaren, Erzeugnisse aus Leder und Pelz verkauft wurden. In ihre architektonische Komposition wurde eine der ältesten Kirchen der Stadt aufgenommen, die Erlöser-Kirche in den Handelsreihen, (russisch: zerkow Spasa w rjadach), im Inneren der Roten Reihen wurden Krämerladenreihen gebaut. In den Großen Mehlreihen wurden Mehl, Flachs und Futtermittel verkauft. Später wurden Gemüse-, Milch- Fleischreihen u.a. dazu gebaut. Heute kann man dort Shopping mit einer interessanten Besichtigung unter einen Hut bringen.