Auf dem Gelände des Museumsreservats Staraja Ladoga befinden sich etwa 150 architektonische Denkmäler. Sie umfassen den Zeitraum vom 8. bis zum 19. Jahrhundert. Das sind die Staroladoshskaja Festung, (deutsch: von Staraja Ladoga), das Nikolaus-Kloster und das Entschlafens-Kloster, die Johannes-Geburtskirche am Malyschewa Berg und weitere Kirchen an beiden Seiten des Flusses Wolchow. Dazu gehören auch Grabhügel in den Waldorten, Pobedischtsche und Sopki. Das Heimatmuseum in der Staroladoshskaja Festung existiert seit 1971. 1984 erhielt es den Status des archäologischen Museumsreservats für Geschichte und Architektur föderaler Bedeutung.
Den Kern des Museumsreservats Staraja Ladoga bildet die uneinnehmbare Staroladoshskaja Festung. Mehrere Jahrhunderte lang schützte sie die nördlichen Grenzen des Alten Rus. Sie erhebt sich am Ort, wo die Flüsse Wolchow und Ladozhka zusammenfließen und ist an ihren drei Seiten vom Wasser umgeben. Der steinerne Kreml, so wie er heute aussieht, wurde im 15. Jahrhundert gebaut. Früher standen an dieser Stelle Wehranlagen aus dem 9. bis 12. Jahrhundert. Die Festung in Staraja Ladoga ist das älteste Muster militärischer Steinbaukunst Russlands. Ende des 20. Jahrhunderts wurden ihre zwei Türme restauriert, Klementowskaja und Worotnaja, (d.h. sich am Tor befindend), sowie ein Teil der Mauer. Die Museumsausstellung befindet sich im Turm Worotnaja. Hier kann man sich über die Geschichte des südlichen Ladogasee-Ufers vom Altertum bis ins 18. Jahrhundert informieren. Auf dem Festungsgelände erheben sich zwei Kirchen, die den Schutzpatronen der Krieger geweiht wurden: Georg dem Siegesträger und Demetrios, (Dimitri) von Thessaloniki. Im Sommer wird in der Festung das militärisch-historische Festival ausgetragen.Zum Museumsreservat Staraja Ladoga gehören auch die Sehenswürdigkeiten aus den Nachbardörfern Tschernawino, Lopino und Wassiljewski pogost. Sie befinden sich am anderen Wolchow-Ufer, gegenüber dem Staraja Ladoga. Das sind Kirchen und Grabhügel, die vom Fluss aus sehr gut zu sehen sind. Man erreicht sie mit dem Boot oder über die Brücke in der Stadt Wolchow.