Das bogenförmige Steintor, mit den im oberen Teil eingelassenen Ikonen, darunter auch der Gottesmutterikone «Aller Leidenden Freude», das jetzt in Samara am Eingang zum Spital des Militärbezirkes steht, ist in Wirklichkeit ein Klostertor. Es gehörte dem Nikolskij Kloster, das 1857gegründet wurde. In die Klosteranlage waren eine Fremdenherberge, Zellen des Klostervorstehers und der Klosterbrüder, eine Bibliothek, sowie Holzbauten: ein Refektorium, eine Kerzenwerkstatt,ein Badehaus und andere Hilfsbauten eingegliedert.
Für die ganze Geschichte des Nikolskij Klosters gab es hier drei Kirchen. Die erste Kirche trug den Namen des Heiligen Panteleimons. Die zweite, mit zwei Glockentürmen, wurde zum Ehren von Hl. Wundertäter Nikolaus benannt und zu Beginn des 20. Jahrhunderts abgebaut. Die dritte Kirche war auch dem Hl. Wundertäter Nikolaus geweiht und tat sich mit der großzügigen Ausmalung aus 96Fresken und prunkvollen Ikonostase hervor. In den 30er Jahren wurden die Kirchen als Klubgebäude an eine Fabrik übergeben und später abgerissen, um Baumaterialien zu bekommen.Von dem Nikolskij Kloster ist nur das Tor erhalten geblieben. Es wurde an einen anderen Platz gestellt. Es blieben auch das Zellenhaus, das als ein privates Firmengebäude genutzt wird, und das im 20. Jahrhundert mehrmals umgebaute ehemalige Refektorium.