Der St. Nikolaus-Tempel in Sewastopol befindet sich auf dem Massenfriedhof, wo die Teilnehmer der ersten Verteidigung von Sewastopol 1854 − 1855 begraben sind. Sein Bau dauerte 13 Jahre lang. Die Kirchweih fand 1870 statt. Man behauptet, dass es zwischen dem Tempel und der St. Fürst Wladimir-Kathedrale einen Kellergang gibt.
Das Gebäude vom St. Nikolaus-Tempel in der Form einer gestutzten Pyramide erinnert an die ägyptischen Pyramiden, die Ruhe und Ewigkeit symbolisieren. Der Tempel ist mit dem 24 Tonnen schweren Diorit-Kreuz gekrönt. Beim Bau der Kirchengründung verwendete man Kugelblei von Kampforten in Sewastopol. 1898 besuchte der Imperator Nikolai II. mit der Familie den Tempel. Zum 50. Jahrestag der Verteidigung wurden an den äußeren Kanten des Tempelgebäudes Granitplatten angebracht, wo die Namen der an der Verteidigung teilgenommenen Truppen zu lesen sind. Der Innenraum ist mit Mosaik und Gedenkplatten mit den Namen der gefallenen Offiziere dekoriert. Hier werden auch die Gebeine des Heiligen Gerechten Kriegers Fjodor Uschakow aufbewahrt. Im Zweiten Weltkrieg war der Tempel beschädigt. Die Restauration begann 1968. Und im Jahre 1974 wurde ein neues Kreuz aufgestellt, weil das alte in drei Stücke zerbrochen war. Seit 1989 finden die Gottesdienste erneut statt.