Am 14. Oktober 1874 kam auf den Bahnhof von Simperofol sein erster Personenzug. Simferopol galt zwar als das Tor der Krim, der Eisenbahnbau begann dort jedoch erst im Jahr 1871. Ursprünglich war geplant, die Eisenbahn 20 km von der Stadt entfernt zu verlegen. Allerdings bestanden die lokalen Unternehmer darauf, die Bahn unbedingt durch die Stadt verlegen zu lassen.
Das erste Gebäude des Bahnhofs von Simferopol wurde während des Rückzugs der Nazitruppen im Jahr 1944 zerstört. 10 Tage später wurde jedoch die Verbindung mit dem «Festland» vollständig wiederhergestellt. Im Jahre 1951 haben die Einwohner der Stadt das neue Bahnhofsgebäude sehen können. Der Bahnhof wurde im italienischen Stil erbaut und ist durch strenge Symmetrie gekennzeichnet. Der Bahnhof hat Galerien auf jeder Seite und im Innenhof befindet sich ein Brunnen. Man sollte auf jeden Fall einmal den Uhrturm hinaufsteigen und den «wahren Antiktempel» auf dem Dach des Bahnhofs bewundern. Dies ist tatsächlich eine technische Konstruktion, die aus keinem anderem Stadtpunkt mehr sichtbar ist. Der 42 Meter höhe Uhrturm dient auch in der Tat als Wasserturm. Der artesische Brunnen, aus dem Wasser gepumpt wird, befindet sich nämlich in der Basis des Turms. Die Uhr auf dem Turm wirft viele Fragen unter den Touristen auf. Erstens, sind die Sternzeichen nicht in der richtigen Reihenfolge gestaltet. Zweitens sind auf der Uhr statt Stier, Jungfrau und Waage auf unerklärliche Weise Jagdhunde, ein Schwan und ein Schlangenträger abgebildet. Die Uhr wird alle 9 Tage aufgezogen. Seit mehreren Jahren finden im Bahnhofsgebäude regelmäßig Konzerte der symphonischen Musik statt.