Das Museum für Baukunst und Ethnographie „Semjonkowo“ der Oblast Wologda wurde 1979 gegründet. Ihm zugrunde wurden Ergebnisse der Expeditionen gelegt, die in den Jahren 1979 bis 1990 im Rayon Suchonski der Oblast Wologda unternommen wurden. In diesem Landstrich befanden sich die ältesten Siedlungen, die unter Einfluss von Weliki Nowgorod standen. Bis 1995 wurden 9 Wohnhäuser und 8 Wirtschaftsbauten hierher gebracht.
Heute stellt das Museum für Baukunst und Ethnographie „Semjonkowo“ ein Dorf dar, wo sich 16 Höfe, die Georg-Kirche mit einem Zeltdach aus dem späten 17. Jahrhundert und die Kapelle des Propheten Elija befinden. Um das Dorf herum erstrecken sich bestellte Felder, stehen Getreidespeicher, Windmühlen verschiedener Bauarten, Eiskeller und Badehäuschen (russisch: banja po-tschernomu). Für Touristenunterhaltung funktionieren hier Handelsreihen und ein Karussell. Während eines Rundganges durch das Museumsgelände kann man viel erfahren: Geheimnisse des Bauwesens im Norden, Leben und Weltanschauung der Bauern im Russischen Norden, Jagd und Fischfang, Geheimnisse der Wologdaer Butter und Verfahrenstechniken der Molkerei. Im Museum werden Bühnenprogramme veranstaltet, welche Märchen und Ereignisse des Dorflebens darstellen, hier werden Volks- und Kirchenfeste nach alten Traditionen gefeiert. Hier werden auch Meisterkurse angeboten, wo man altes Handgewerbe lernen kann: Holzmalerei, Herstellung von Stoffpuppen-Amuletten oder Holzspielwaren Flechten von Bastschuhen und Geschirr aus Birkenrinde, Sticken. In der warmen Jahreszeit spielt man hier gerne Schlagball.