Das Memorial der Leitfigur vom Weltproletariat Wladimir Uljanow-Lenin in seiner Heimatstadt Uljanowsk bildet einen Komplex aus mehreren Gebäuden. Dazu gehören das Lenin-Memorial, das Lenin-Museum, das Lenin-Geburtshaus, das Museum der Familie Uljanows. Das ist die allergrößte, der in Russland existierenden Expositionen, die dem Leben und der Tätigkeit des Revolutionärs gewidmet ist. Besonders wertvoll ist die Tatsache, dass über 70 Prozent der Exponate die Originale sind.
Das Gebäude des Lenins-Memorials, das 1970 zum hundertsten Jubiläum von Lenin gebaut wurde, ist ein Stadtsymbol geworden. Dort befinden sich ein Museum, Vorlesungssäle und eine Konzerthalle. Das Museum im diesen Gebäude ist nicht nur Lenin gewidmet, sondern auch der ganzen Stadt Simbirsk. Die Exposition beginnt mit dem Stadtdiorama aus dem XIX. Jahrhundert, es sind auch Modelle der Bürgerhäuser ausgestellt, die Lenin besuchte, und auch ein Mosaikwandbild, „Befreiung von Simbirsk“. Was aber Lenin angeht, so besteht die ihm gewidmete Exposition aus vier Tausend Exponaten! Das ist die größte Sammlung in der ganzen Welt, die den ganzen Lebenslauf des Menschen, Politikers, Gelehrten, Wladimir Uljanow darstellt. Besonders beeindruckend sind eine UdSSR-Karte aus Rubin auf dem Fußboden und eine fünf Meter hohe Lenin-Figur aus dem weißen Uralmarmor.
Das Lenin-Museum ist das erste Museum des Gründers des sowjetischen Staats in unserem Land. In den Jahren 1928-1929 bekam das Haus, das die Familie Uljanows besaß, den Status eines Museums. Hier arbeitete der Vater des künftigen Revolutionärs, der Aufklärer Ilja Uljanow, von hier aus ging der junge Wolodja Uljanow zusammen mit seinen Geschwistern jeden Morgen ins Gymnasium, hierher kam die Nachricht, dass der Biologie-Student Alexander mit der Goldmedaille ausgezeichnet wurde. Nach dem Tod des Familienernährers und der Todesstrafe des älteren Bruders Alexander, verkauften die Uljanows ihr Haus und zogen aus der Stadt aus. Die Verwandten von Lenin: sein Bruder Dmitrij, die Schwestern Anna und Maria, die Familienfreunde nahmen an der Errichtung des Museums teil. Sie halfen, die typische Einrichtung, wo der künftige Weltproletariatsführer lebte, wieder zu spiegeln. Dieses Haus ist das Beispiel eines typischen, kleinstädtischen Hauses aus der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts, mit dem gartenbaulichen Bereich, Kinderspielplätzen und Wirtschaftsgebäuden.
Das Lenin-Geburtshaus ist ein Flügel auf den Grundstücken einer Simbirsker Hausbesitzerin Alexandra Pribylowskaja in der ehemaligen Streletzkaja Straße, (heute der Platz namens 100. Jahrestages vom Lenin-Geburtstag). Ab 1869 wohnte hier die Familie Uljanows. Sie zogen dorthin ein, nachdem der Vater Ilja Nikolajewitsch aus Nischni Nowgorod nach Simbirsk dienstlich versetzt wurde. Hier verbrachten sie ein Jahr, als Wladimir Iljitsch Uljanow geboren worden war. Erst in der zweiten Hälfte des ХХ. Jahrhunderts stellte man fest, dass dieses Ereignis wirklich in diesem Haus passierte. Die Museumsexposition befindet sich in zwei Stockwerken: unten eine dokumentarische Ausstellung, und oben die Ausstellung über das Alltagsleben. Das Museum gibt eine Vorstellung davon, wie das Alltagsleben eines Simbirsker Intellektuellen und Pädagogen mit seiner großen Familie in den 1870er Jahren verlief. Dieses Gebäude ist bedingt original: beim Bau des Memorials wurde es abgebaut und auf dem neuen Fundament, etwas östlich versetzt, wiedergebaut.
Das Museum der Familie Uljanows ist ein Haus in der ehemaligen Streletzkaja Straße, das in den Jahren 1871-1875 die Familie des künftigen Revolutionärs gemietet hat. Im Erdgeschoß gibt es eine Ausstellung, die dem Leben von Uljanows in Simbirsk, der pädagogischen und öffentlichen Tätigkeit von Ilja Nikolajewitsch Uljanow gewidmet ist. Im ersten Stock ist die Alltagseinrichtung rekonstruiert, wo fast alle Kinder von Uljanows aufgewachsen sind und der jüngste Sohn Dmitrij geboren worden ist. Dort sind Möbel, Bücher, persönliche Gegenstände ausgestellt.