Die Kosmonauten-Promenade, (russisch: Naberezhnaja Kosmonawtow), an der Wolga ist einer der Lieblingsorte der Saratower, ein wunderbarer Ort für Spaziergänge mit schönen Wolga-Ansichten. Früher befanden sich genau hier Anlegestellen, wo die über den Fluss gekommenen Lastkähne gelöscht wurden. Vom Fluss wurden die Güter nach oben, in die Stadt gebracht. Einige zur Promenade herablaufende Straßen haben ihre damaligen Namen behalten: Babuschkin, Troizki und Obuchowski wswos, (wswos bedeutet so viel wie «der Weg nach oben»). In diesem Stadtteil Saratows lebten arme Leute, und die am Wolgaufer entlang verlaufende Straße wurde ironisch Straße der Millionäre genannt.
Die ersten Entwürfe der Uferpromenade in Saratow stammen aus dem frühen 20. Jahrhundert. Ihr Bau begann nach dem Großen Vaterländischen Krieg. Über der Promenade wurden mehrere schöne Häuser gebaut, die bis heute das Stadtbild prägen. Gleichzeitig wurde das Wolgograder Wasserkraftwerk gebaut, und der sich ändernde Wasserpegel der Wolga stellte für Bauingenieure eine Herausforderung dar. Im Endeffekt wurde die Uferpromenade auf vier Ebenen gebaut: ganz unten verläuft ein Weg für Spaziergänger, in der zweiten Ebene sind Blumenbeete angelegt, die dritte Ebene der Promenade stellt ein Boulevard dar, und erst auf der vierten, höchsten Ebene stehen Wohnhäuser. 1962 bekam die Uferpromenade ihren heutigen Namen, weil der erste Kosmonaut der Welt Juri Gagarin nicht weit von Saratow gelandet war. In der Mitte der Promenade befindet sich der kleine Gagarin-Platz mit seinem Denkmal. An der Promenade gibt es auch andere Denkmale, z. B. das Denkmal für den sowjetischen Schriftsteller Konstantin Fedin und ein Denkmal für Mitschüler. Die Stadteinwohner haben ihre Klassentreffen an diesem Denkmal zur Tradition gemacht.