Der Betrieb der Kindereisenbahn wird vollkommen von Kindern gewährleistet, die das in einem fünf Jahre langen Kurs erlernt haben. Die Kinder stellen die Fahrpläne zusammen, steuern die Züge und stellen die Weichen. Sie tragen Verantwortung für rund sechs Kilometer Eisenbahnstrecken, zwei Stationen und drei Steige.
Die Kindereisenbahn am linken Wolgaufer gibt es in Jaroslawl seit dem ersten Jahrestag des Großen Vaterländischen Krieges, dem 9. Mai 1946. Ursprünglich gehörten zum Fahrzeug zwei Trophäen-Züge. Im Laufe des Baus des Gorkowskij-Wasserspeichers musste die Eisenbahn stillgelegt werden. 1970 ist sie wiederbelebt worden: Ein Zug aus fünf Waggons fuhr zwischen zwei Stationen und einer Plattform, die Schienenlänge betrug 3,2 Kilometer. Im Jahr 2008 wurde die Straße 2,5 Kilometer länger, zusätzliche Halte und neue Züge kamen hinzu. Heute ist die Kindereisenbahn mit einem Modell zum Trainieren ausgestattet, auf dem sich fünf Züge bewegen, die von Kindern über den Computer gesteuert werden können. Außerdem ist hier ein „Museum der außergewöhnlichen Reisen aus dem 19. ins 21. Jahrhundert“ im Betrieb, es blickt auf die Entwicklungsgeschichte der Eisenbahn in Jaroslawl und den nördlichen Regionen des europäischen Teils Russlands zurück. Die Ausstellung beinhaltet unter anderem die Kabine eines Lokführers, in der man sich einen Film über die Nordeisenbahn in 3D anschauen kann.