Das Fürstbischöfliches Schloss, ein großartiges Barockschloss, wurde in 1767-1787 Jahren als die neue Residenz des vorletzten Fürstbischofs von Münster Maximilian Friedrich von Königs-Rotenfels gebaut. Der Architekt war Johann Conrad Schlaun. Als Bau- und Veredelungsmaterial wählte er seine Lieblings-Kombination aus hellem Sandstein und rotem Backstein. Aber der Autor des Projekts lebte nicht bis zum Ende des Baus. Nach seinem Tod im Jahre 1773 beendete die Arbeiten Wilhelm Ferdinand Lipper, Anhänger des Klassizismus, das auch im Stil der Inneneinrichtung widerspiegelt.
Im Jahre 1784 starb auch der Fürstbischof, der Besteller des Baus. Sein Nachfolger bevorzugte in Bonn zu leben nicht in Münster, so war der neue Wohnsitz nicht mehr erforderlich. Die Verwendung der Burg wurde nach der Säkularisierung von Münster im Jahre 1803 gefunden, als der meiste Teil der Länder an das Herzogtum Preußen abgetreten wurde. Den Palast nahm dann der preußische Gouverneur. Seit 1815 diente der Palast als Residenz des Generalpräsidenten der Provinz Westfalen. Seit 1954 gehört das Schloss der Westfälischen Wilhelms-Universität. Auf dem Platz vor dem Schloss werden dreimal jährlich populäre Volksmessen (Sende) veranstaltet.