Das Kloster Oelinghausen wurde erst ein paar Jahre nach der Gründung des Klosters Wedinghausen aufgebaut. Das war ursprünglich ein Doppelkloster für Chorherren und –frauen, was im Mittelalter nicht selten vorkam. Aber schon seit dem 12. Jahrhundert entwickelte sich Oelinghausen zu einem reinen Prämonstratenserinnenkloster. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Kloster aufgehoben. Heute wird das Kloster zweckmäßig genutzt und von Schwestern der Heiligen Maria Magdalena Postel bewohnt. Das Kloster ist für Touristen zugänglich.
Der Hauptschatz der Klosterkirche ist die aus dem 13. Jahrhundert stammende Holzfigur der Madonna, die als „Kölsche Madonna“ oder „Königin des Sauerlandes“ bezeichnet wird. Eine Legende besagt, dass sie dem Kloster vom Kölner Erzbischof Engelbert von Berg geschenkt wurde, dessen Schwester zum Oelinghauser Konvent gehörte. Im Laufe der Jahrhunderte zieht die Madonna viele Wallfahrer ins Kloster an. Andere Glanzstücke sind der barocke Altar mit Figuren der Heiligen, das Christophorusgemälde, eine Nonnenempore sowie eine einzigartige Orgel.