Der große Park, der unter dem Namen «Neuer Garten» bekannt ist, wurde im 18.Jahrhundert auf dem Willen des Kaisers Wilhelm II. in Potsdam erbaut. Der gebildete Monarch Wilhelm II. galt zwar als Verehrer der französichen Kultur, hatte jedoch den Park im Englischen Landhausstil geplant und bauen lassen. Eine der Leidenschaften Wilhelms II. war die Freimaurersymbolik, deren Elemente in der Architektur des Gartens auch hineingebracht wurden.
Auf dem Gelände des Neuen Gartens, der am Ufer des sogenannten Heiligen Sees angelegt wurde, befinden sich viele bemerkenswerte Kulturobjekte wie das Marmorpalais, das Schloss Cecilienhof, der Obelisk, die Schlossküche in Form der Ruinen des antiken Tempels und die vielstöckige enge gotische Bibliothek mit Büchern auf Französisch im Erdgeschoß und Büchern auf Deutsch im Obergeschoß. Sehenswert ist auch die Orangerie, an deren Eingang Skulpturen der Sphinx und ägyptischer Götter stehen. Zu beachten ist auch das Gewächshaus und der Kühlraum für leicht verderbliche Lebensmittel, der die Form einer Pyramide besitzt.