Das Holländische Viertel im Zentrum Potsdams stellt die originelle holländische Kolonie und gleichzeitig das größte Bauensemble der holländischen Architektur außerhalb der Niederlande dar. Das Viertel, das die einzigartige Atmosphäre der Gemütlichkeit und der Wärme vermittelt, entstand im Jahr 1733. Genau in dieser Zeit hatte der König Preußens Friedrich Wilhelm I. befohlen, die «Holländische Siedlung» zu gründen und somit auch holländische Handwerker in Potsdam anzuziehen. Sie waren nämlich für die Entwicklung des Königsreiches und die Einrichtung der Stadt nötig. Die neu ankommenden Handwerker wurden genau im Holländischen Viertel untergebracht.
Im Zeitraum von 1733 bis 1740 wurden 134 Häuser in holländischem Baustil erbaut. Die Häuser wurden schnell von den Auswanderern aus Holland sowie auch aus anderen Ländern und sogar von den Ortseinwohnern, die mit der Qualität der Häuser zufrieden waren, besetzt. Dadurch konnte auch das Problem mit dem Mangel an qualifizierten Handwerkern gelöst werden und das Viertel selbst wurde einige Zeit später zum Baukunstwerk.
Das Holländische Viertel ist immer noch so günstig wie im 18. Jahrhundert. Souvenirshops und Cafes, Bier- und Weinstuben sind für den Besuch von Gästen geöffnet.