So wie auch New-York ohne Central Park, London ohne Hyde Park kann man sich München ohne Englischen Garten nicht vorstellen. Im Südteil des Parks finden sich Sehenswürdigkeiten, während man im Nordteil am besten picknicken kann. In den vier Biergärten der Gartenanlage lässt sich gut essen und trinken. Die Eisbachwelle ist ein Anziehungspunkt für Surfer, während FKKler die Schönfeldwiese bevorzugen.
Der Englische Garten wurde am Ende des 18. Jahrhunderts von Friedrich Ludwig von Sckell projektiert. Der Park gilt als einer der ersten, der für die Öffentlichkeit zugänglich war. Das Schell-Denkmal steht am Ufer des Kleinhesseloher Sees. Den Namen „Englischer Garten“ erhielt der Park, weil er nicht als minutiös geometrisch ausgelegter Französischer Barockgarten, sondern im Stile eines Englischen Landschaftsparks angelegt wurde. Der Südteil des Gartens ist älter. Hier liegen z.B. der Chinesiche Turm,der Rundtempel Monopteros und vom Standpunkt der Architektur aus ein interessantes Rumfordhaus. Anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1972 in München wurde ein japanisches Teehaus erschaffen. Der Großmeister der Urasenke Teeschule aus Kyoto stiftete der Stadt das Teehaus. Im Teehaus finden traditionelle japanische Teezeremonien statt.
Der Nordteil hat den Charakter des Stadtwaldes. Praktisch mitten im Walde befindet sich ein Amphitheater. Im Sommer finden hier Theaterstücke unter freiem Himmel statt. Am Eisbach steht das Tivoli-Wasserkraftwerk, das seit 1897 Strom für die Städter liefert. Über die hölzerne St.-Emmeram Brücke kommen Fußgänger und Fahrradfahrer aus dem Stadtteil welcher den gleichen Namen hat.
Jeder der vier Biergärten, der auf dem Gelände des Englischen Gartens liegt, bietet eine bestimmte Biersorte an. Das ausgeschenkte Bier im Biergarten am Chinesischen Turm ist Hofbräu. Es kann man auch im Biergarten Aumeister probieren. Am Kleinhesseloher See trinkt man Paulaner, während man im Biergarten Hirschau Spaten trinkt.