Die Alte Pinakothek ist ein Kunstmuseum, das ausschließlich Gemälde ausstellt, sodass nichts von ihrer Betrachtung ablenkt. In diesem Sinne sichert die Alte Pinakothek die Reinheit des Genres. Die Gemälde von deutschen Malern, darunter Werke von Albrecht Dürer, Stefan Lochner, Albrecht Altdorfer, sind ein Stolz der Sammlung. Unter den Meisterwerken der berühmten Europäer gibt es Gemälde von Leonardo Da Vinci, Rembrandt van Rijn, Pieter Brueghel d. Ä., Jan Brueghel d. Ä., Peter Paul Rubens, Antonis van Dyck, Jacob Jordaens, Filippo Lippi, Sandro Botticelli, Tizian, Tintoretto, Raffael und Velázquez, El Greco. Insgesamt wurden etwa 700 Werke vom 14. bis 18. Jahrhundert gesammelt.
Der Grundstock der heutigen Sammlung stammt von dem bayerischen König WilhelmIV. (1493–1550) und seiner Ehefrau Maria Jacobäa von Baden (1507–1580). Sie gaben ihren begabten Landsleuten Bilder zu verschiedenen Themen aus griechischer, römischer, jüdischer Geschichte und der der Alten Kirche in Auftrag. Später spielte Ludwig I. eine bedeutende Rolle in der Gründung der Alten Pinakothek. Um die schöne Kunst für die breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen, kaufte er selber zahlreiche Meisterwerke auf und systematisierte sie. Außerdem beauftragte er seinen Hausarchitekten Leo von Klenze mit dem Bau eines speziellen Gebäudes, das der Aufbewahrung der Gemälde dienen sollte. 1836 wurde die Alte Pinakothek eröffnet.