Die Hauptkirche Augsburgs wurde der Jungfrau Maria gewidmet und wird deswegen unter den Augsburgern auch «Mariendom» genannt. Unter dem Domfundament haben Archeologen Ruinen der Anlagen aus dem 4. Jahrhundert entdeckt. Der heutige Dom im neogotischen Stil wurde im 14. Jahrhundert erbaut. Viele Elemente der früheren Varianten des Domes sind jedoch erhalten geblieben. Diese sind zum Beispiel bunte Glasmalereien aus dem 11. Jahrhundert, welche gleichzeitig die ältesten Glasmalereien auf der Welt sind! Obwohl die Glasmalerei als Kunstart bereits im 10. Jahrhundert existierte, blieben die ersten Werke nicht erhalten. Die Augsburger Glasmalareien haben zum Gluck ihr ursprüngliches Aussehen sehr gut erhalten.
Noch eine Sehenswürdigkeit des Domes sind die Werke von Hans Holbein dem Älteren. Der hervorragende Künstler der deutschen Renaissance hat aktiv an der Ausschmückung der Hauptkirche seiner Heimatstadt mitgewirkt. Heutzutage befinden sich vier seiner Gemälde im Mariendom. Obwohl dort Gottesdienste stattfinden, ist der Dom für Touristen geöffnet. Neben dem Dom befindet sich die sogenannte «Wohnbebauung» bzw. das Museum unter freiem Himmel, wo die Artefakte der altrömischen Geschichte der Stadt ausgestellt werden.