Die Geschichte von Schwabach, die in erster Linie als die Stadt der Goldschmiede bekannt ist, begann im Jahre 1346. Das lokale Goldschläger-Denkmal ist dem berühmten Handwerker Wolf Wagner gewidmet, der damals erstaunlichen Golddraht und Folie machen konnte. Er und seine Kollegen haben die Dekoration der ungewöhnlich graziösen Türme des Schwabacher Rathauses sorgfältig durchgeführt. Seitdem heißt es - Rathaus mit dem goldenem Dach. Darüber hinaus ist Schwabach in Deutschland dafür bekannt, dass im Jahr 1470 dort die Schriftart "Schwabacher" entstand und mit dieser Schriftart die erste deutsche Bibel gedruckt wurde.
In Schwabach gibt es viele Fachwerkhäuser, die als kulturelles Erbe der Stadt und der Region geschützt sind. Hier ist es also zwingend notwendig, durch die Straßen zu gehen und das originellste Haus zu finden. Die spektakulärsten Häuser schmücken den Marktplatz. Auch der goldene Turm des Rathauses ist zu sehen. In der Nähe ist die Stadtkirche St. Johannes und St. Martin, ein bemerkenswerter Brunnen aus dem Jahre 1717 mit den Porträts der Familienmitglieder der Stadtherren - den Schwabacher Markgrafen. Der Marktplatz ist auch ein großartiger Ort, um Kaffee "mit einer Aussicht auf die Geschichte" zu trinken!
Wenn man sich für die lokalen Gerichte interessiert, kann man erfahren, dass in der Saison Karpfen aus den lokalen Seen sehr beliebt sind. Das ganze Jahr über gibt es Nachfrage für Schäufele und Kartoffelklöße. Im Winter und im Frühling nimmt man hier als Beilage Spargel. Ebenfalls beliebt sind auch Salate. An Nürnberg erinnert die Nürnberger Rostbratwurst mit dem allgegenwärtigen Sauerkraut. Unter allen Biersorten ist in Schwabach das Schlenkerla Rauchbier aus Bamberg einen Versuch wert. Die Weinliebhaber werden den fränkischen Riesling genießen. Immerhin ist die Region Franken, wo Schwabach liegt, für Weinberge berühmt, in denen ein qualitativ hochwertiger und geschmackvoller Weißwein gemacht wird.
Schwabach gilt als eine Stadt der Kultur. Aufgrund der Tatsache, dass die städtischen Behörden zu jeder Zeit die alten Gebäude gehegt und restauriert hatten, erhielt Schwabach im Jahr 1979 die Europa-Nostra-Medaille für die Erhaltung des kulturellen Erbes. In der Stadt war oft Albrecht Dürer, der große Künstler der deutschen Renaissance, zu Besuch. Hier ist Adam Kraft, einer der interessantesten Bildhauer der deutschen Spätgotik, begraben. Seine Meisterwerke sind das Landauer-Epitaph und das Sakramentshäuschen in der Nürnberger St-Lorenz-Kirche. In Schwabach wurde der virtuose Pianist, Lehrer und Komponist des 19. Jahrhunderts, Adolf von Henselt geboren, der lange in Russland lebte und lehrte. Den Ruf von Schwabach als Kulturstadt bestätigen ein paar Ereignisse. Erstens, das internationale Figurentheater-Festival, das im Mai stattfindet. Zweitens, das schwabacher Kunstfestival, das alle zwei Jahre im August veranstaltet wird. Diese Veranstaltung findet immer in der Altstadt statt. Sein Ziel und das zentrale Thema sind die Tradition der Goldschmiede und Hufschmiede in Schwabach zu behalten. Der Gewinner des Wettbewerbs für das beste Projekt aus "Gold" bekommt von der Gemeinde einen Kunstpreis in Höhe von 5.000 Euro.
In Schwabach ist es angenehm zu wandern und es gibt viel zu sehen. Viele traditionelle Kneipen und Cafés mit der fränkischen und deutschen Küche, schöne Häuser und die "goldene" Geschichte werden nach dem Geschmack der Reisenden sein, die müde von der Hektik der Großstädte sind.