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Burghausen: die uneinnehmbare Festung des mittelalterlichen Deutschlands

Burghausen - auf einem Hügel zwischen dem Fluss Salzach und dem Wöhrsee  – ist ein architektonisches Meisterwerk aus dem späten Mittelalter. Seine Befestigungsmauer ist die längste in Europa! Die Größe der über der Stadt dominierenden Festung ist teilweise mit der gemeinsamen Grenze mit Österreich verbunden. Im Frühling finden sich in der Burg Tausende von Besuchern zu einem der größten Jazz-Festivals zusammen. Aber in der Regel klingt Jazz auf den Plätzen und Straßen von Burghausen das ganze Jahr über, so dass die Stadt oft als das bayerische New Orleans bezeichnet wird.

Die Spuren der ersten Siedlungen werden in diesem Land aus dem 2. Jh. v.Chr. datiert und gehörten zu den Kelten. Und die erste Erwähnung von der Kaiserstadt Burghausen wurde in den Annalen von 1025 aufgezeichnet. Der Steinkomplex mit runder Wand und der Kirche über dem Fluss Salzach wurde von den Graphen Burghausens im 11.-12. Jahrhundert erbaut. Ein Teil des Mauerwerks, der älteste Teil der Burg, wurde nicht lang her entdeckt. Man kann ihn im Rittersaal sehen. Mitte des 13. Jahrhunderts, begann die Stadt dank des Salzhandels sich schnell zu entwickeln. Herzog Heinrich VIII erweiterte das Schloss und machte es zu seinem Zweitwohnsitz. Hier lebten ständig die Herzogin mit den Kindern und der Thronfolger mit seiner Frau. Gerade in Burghausen behielten die Herzoge von Bayern ihr Gold und Silber.

Den Status der uneinnehmbaren Festung Deutschlands hat das Schloss im 15. Jahrhundert erworben. Die Festungsmauer mit einer Länge von 1051 Meter verbarg die fünf großen Innenhöfe, die zusätzlich durch Wassergräben und Zugbrücke geschützt waren. Das ist die längste Festungsmauer Europas! Im 16. Jahrhundert verließen die bayerischen Herzöge die Burg und führten ein eigenes Monopol auf den Salzhandel. Obwohl die Burg dank der strategischen Position und den mächtigen Mauern weiterhin eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Bayern spielte, war, aber, der Wohlstand der Stadt praktisch zu Ende. Am Fuße des Schlosses erstreckt sich die Altstadt. Ihr Zentrum ist der Bürgerplatz mit dem Rathaus und dem Barocksaal der Schule des Kurfürsten Maximilian. Das höchste Gebäude in der Altstadt ist die 79 Meter hohe St. Jakobskirche mit einer Doppelkuppel. Sie wurde im Jahr 1140 im romanischen Stil erbaut. Die Touristen werden mit bunten Häusern im spätgotischen Stil, die von Künstler und Handwerker schon im Mittelalter gewählt wurden, in die Fußgängerzone (die Grüben) gelockt. Jetzt gibt es hier Souvenirläden, Hotels, Bars und Restaurants.

In Burghausen hat man alle großen bayerischen Spezialitäten. Besonders beliebt sind “der Fisch im Salzmantel” und “Matjesfilets” - gesalzene Filets aus frischem Hering. Traditionelle Snacks zum Bier sind: Steckerlfisch, ausgenommene Süßwasserfische, die mit Öl, Gewürzen und Knoblauch mariniert und am Spieß gebraten wurden. Es lohnt sich, den Bauernmarkt zu besuchen, der donnerstags in einem neuen Teil der Stadt geöffnet hat. Landwirte aus ganz Bayern und Österreich bringen Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Brot und Blumen hierher. Hier kann man auch lokale Wurstwaren essen, die immer in Zelten verkauft werden.

Das kulturelle Leben der Stadt ist das ganze Jahr über voll mit Veranstaltungen. Seit mehr als 45 Jahren wird hier im März das größte Jazzfestival der Welt veranstaltet. In Burghausen traten in ihrer Zeit Ella Fitzgerald, Roy Hargrove, Chris Barber, Chick Corea, Dave Brubeck, und andere bekannten Musiker auf. Allerdings hört die Musik nach Abreise der Stars nicht auf: von Juli bis September treten in Grübner ständig Jazzbands auf. Am zweiten Wochenende im Juli feiert man den Tag der Stadt Burghausen (Burgfest). Drei Tage lang kehrt das 16. Jahrhundert in die Stadt zurück, und rekonstruiert eine Festparade, die die Bürger im Jahr 1516 zu Ehren des Besuches von Kaiser Maximilian I und Herzog Wilhelm IV von Bayern inszeniert haben. Der Höhepunkt des Festes wird eine Prozession mit fast tausend Bürgern in mittelalterlichen Kostümen sein. Alle steigen in Pferdekutschen von der Altstadt zum Schloss hinauf. Auf dem Territorium der Burg werden Ritterturniere gespielt. Auch gibt es eine Messe der alten Handwerke, wo, vor allem, die Meister zeigen, wie Glasbläser, Schuhmacher und andere Handwerker früher arbeiteten.

Man kann Burghausen bei einem Spaziergang entlang des Flusses Salzach auf einem Holzboot in seiner ganzen Pracht sehen – Diese sind eine exakte Nachbildung der alten Boote, die man im Mittelalter benutzte, um Salz zu transportieren. Man kann ein Boot in Tittmoning oder in Raitenhaslach nehmen. Eine herrliche Sicht auf das Schloss öffnet sich vom Wöhrsee. Die Leute kommen aus ganz Bayern hierher. Im Sommer kann man schwimmen und im Winter Eisstockschießen und Eis laufen. Zu Weihnachten sind die Ufer des Sees immer mit Holzlaternen geschmückt. Im Winter ist die beste Zeit für einen Spaziergang den See entlang - nach 16: 30, wenn die Lichter leuchten, ist die Atmosphäre wirklich fabelhaft. Allerdings ist die längste Burg Europas, und alles, was sich neben ihr befindet, zu jeder Zeit des Jahres bewundernswert!

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