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Berchtesgaden – Skifahren, Bobsport und der wunderschöne Königssee

Berchtesgaden ist eine der ungewöhnlichsten Orte in Bayern. Die Stadt gilt nicht nur als ein tolles Skigebiet, sondern ist auch für ihre heilenden Salz-Quellen und den fabelhaften Königssee bekannt. Der See wurde übrigens durch die Werke vieler Maler berühmt. Das Seeufer dient als ein Treffpunkt für die Bayern. Da sie aber ein gastfreundliches Volk sind, fühlen sich Touristen auch wohl in dieser Gegend.

Berchtesgaden ist eine kleine Stadt im südlichen Bayern und liegt in der Nähe zur Grenze von Österreich. Unter den Wintersportlern ist die Stadt als erstklassiges Skigebiet bekannt. Das war aber nicht immer so. Einst waren diese Orte eher für das Salz, als für den Schnee bekannt. Der Schnee war nämlich von keinem großen Interesse für die mittelalterlichen Europäer. Das Salz galt jedoch als ein sehr wertvolles Mineral. Zum ersten mal in der Chronik wurden die Salz-Lagerstätten bei Berchtesgaden im Jahre 1102 erwähnt. Doch wurde mit der industriellen Salzewinnung, trotz der unbestreitbaren Vorteile dieses Materialprodukts, erst im Jahre 1517 begonnen. Berchtesgaden wurde durch den Salzhandel anständig reich, und erhielt dadurch die Rechte der freien Kaiserstadt. Das hieß, dass die Stadt direkt unter der Kontrolle des Kaisers des Heiligen römischen Reiches war.

Alles änderte sich nach den Napoleonischen Kriegen. Die Stadt wurde ins Königreich Bayern aufgenommen. Kurz danach entwickelte sich die Stadt in eine der beliebtesten Erholungsorte des damals in Bayern regierenden Hauses Wittelsbach. Das ehemalige Augustinerkloster hatten zu ihrer Jagdresidenz umbauen lassen. In Berchtesgaden kamen die bayerischen Honoratioren an. Bald waren diese Orte auch von der Boheme beliebt. Die herrlichen Ausblicke auf die malerischen Berggipfel zogen Maler an. Dadurch enstand das sogenannte «Malereck»  bzw. die Ansiedlung von Malern, Dichtern und Schriftstellern am Königssee. Als der bekannteste «Bewohner» des Malereckes gilt der im 19. Jahrhundert lebende berühmte deutsche Schriftsteller Ludwig Ganghofer.

In den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde Berchtesgaden bei einer ganz anderen Art von Publikum beliebt. Zu jener Zeit wurde der Ort oft von Adolf Hitler besucht. Nach der Machtergreifung der Nazis hatte dort Hitlers Lieblingsrchitekt Albert Speer die Luxus-Residenz «Berghof» errichtet. Etwas später enstand dort die Alpenresidenz «Kehlsteinhaus», welche dort immer noch steht. An diesen Orten wuchsen auch die Villen anderer hochrangiger Mitglieder des Naziregimes. Berchtesgaden wurde aber natürlich nicht nur von den reichen Nazis, sondern auch von den Führern der anderer Staaten besucht. In dem lokalen Hotel «Hof» hatten zum Beispiel die britischen Ministerpräsidenten Neville Chamberlain und David Lloyd George logiert.

Bereits nach dem Krieg verwandelte sich die Stadt allmählich in eines der beliebtesten Urlaubsziele Bayerns. Im Sommer kamen Gäste zur Königsseeküste, um die schöne Aussicht zu bewundern und einen Spaziergang durch die umliegenden Berglehnen zu machen. Im Jahre 1978 wurde der Nationalpark Berchtesgaden eröffnet. Für diejenigen, die nach einer Heilbehandlung suchen, ist der Kurkomplex «Watzmann-Therme» zu empfehlen. Dort kann man seine Gesundheit durch das Wasser aus den hiesigen Heilquellen sehr gut verbessern. Im Winter dient Berchtesgaden als das sogenannte «Mekka» für Wintersportler. Dort kommen die Fans von Ski und Snowboard. Es gibt aber noch eine Kategorie von Menschen, für die das Wort «Berchtesgaden» ganz besonders klingt. Diese sind nämlich die Fans vom Bobsport, dem Rodeln und dem Skeleton. Die lokalen Rennschlitten- und Bobbahnen gelten als eine der besten in Europa. Es ist kein  Zufall, dass sich der Internationale Rennrodelverband genau in Berchtesgaden befindet. Georg Hackl, einer der berühmtesten Rennrodler in der Sportgeschichte, ist gebürtig aus dieser Gegend. In Berchtesgaden und ihrer Umgebung wurden aber noch viele andere berühmte «Wintersportler» wie die Skifahrerin Kathrin Hölzl sowie auch die Rennrodler Patrick Leitner und Felix Loch geboren. 

Wie es sich zu einem Kurort gehört, sind in Berchtesgaden eine große Menge von Cafés, Snack-Bars, Bars und Restaurants konzentriert. Dort sind sowohl die Gerichte der traditionellen bayerischen, als auch der internationalen Küche zu finden. Überall trifft man auf eine große Auswahl an Gerichten aus Schweinefleisch, was überhaupt typisch für die Bayern ist. Es gibt aber auch die  Gerichte, die nur dieser Gegend zu finden sind, wie zum Beispiel das Bergsteiger Schnitzel aus Schwein. Es ist ein gut durchgebratenes Schweine-Medaillon, welches mit Pilzbeilage darüber und Käsesoße dazu angerichtet wird. Noch eine lokale kulinarische Attraktion ist der sogenannte Bauernschmaus. Das Gericht besteht aus dem zwei Scheiben gebratenem Schinken, einem Würstchen aus Schwein und und ein paar Scheiben von dem lokalen Brot. Dazu wird auch die süße Soße angeboten.

Nach dem reichlichen Essen lohnt es sich einen Spaziergang durch die Innenstadt zu machen. In Berchtesgaden gibt es viele Bauten aus dem Mittelalter, die mit Sicherheit einen Besuch wert sind. Findet man sich einmal in dieser Gegend, sollte man auf jeden Fall das alte Salzbergwerk im Berg Watzmann, welches heute ins Salzmuseum umgewandelt wurde, besuchen. Ein Muss ist natürlich auch ein Ausflug an den Königssee mit der Besichtigung der am Wasser stehenden Kirche St. Bartholomä. Das von der Sonne durchfluchtete Berchtesgaden ist nicht nur die Stadt der Rennrodler und Skifahrer. Hier kommen Künstler und Kenner der alten Architektur sowie auch diejenigen, die sowohl ihre Gesundheit verbessern als auch einfach die schönsten Ecken entdecken möchten.

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