Die Villa namens «Kehlsteinhaus» dient als eine Sehenswürdigkeit der bayerischen Stadt Obersalzberg, welche sich in der Umgebung um Berchtesgaden befindet. Diese Bergresidenz genießt einen ziemlich schlechten Ruhm. Sie wurde von Martin Bormann an Adolf Hitler zu seinem 50en Geburtstag präsentiert. Zu jener Zeit hatte Hitler schon die Residenz Berghof in Berchtesgaden, die für ihn sein persönlicher Architekt Albert Speer erbauen ließ. Das Kehlsteinhaus, welches auf der Höhe von 1834 Metern liegt, sollte als das «Teehaus» bzw. das Bergferienhaus des Führers dienen. Kurz nach der Feier von Hitlers Jahrestag begann der Zweite Weltkrieg. Letztendlich war der Führer nur ein paar Mal in seiner Bergresidenz.
Nach dem Krieg wurde das Kehlsteinhaus vom amerikanischen Militärkommando besetzt. Später, als es Bayern übergeben wurde, wurde beschlossen, das Gebäude abzureißen. Die Entscheidung wurde jedoch danach geändert. Das Kehlsteinhaus ist immer noch erhalten und von April bis Oktober zum Besuch geöffnet. Von der Aussichtsplattform des Kehlsteinhauses ist ein fantastischer Blick auf die Umgebung zu besichtigen. Außerdem ist die technische Spannweite, die beim Bau des Gebäudes und seiner Ansätze verwendet wurde, sehr beeindruckend. Zunächst betritt der Besucher den 124 Meter langen Tunnel und geht dann in den Aufzug, der ihn in 41 Sekunden auf die Höhe von mehr als 100 Meter hinaufsteigen lässt. Heute ist im ehemaligen «Teehaus» auch ein Restaurant geöffnet.