Heidelberg ist am Ufer des Neckars gelegen, umgeben von drei Hochgebirgen: Königsstuhl, Gaisberg und Heiligenberg. Die ursprünglichen Menschen bewohnten dieses Tal vor etwa 600 tausend Jahren. Dies wird durch die Reste von Neandertaler Vorgänger bestätigt, die im Jahr 1907 in der Nähe von Heidelberg gefunden sind. Diese Entdeckung wurde als die ältesten Spuren des Menschen in Europa anerkannt. Anstelle des sogenannten Heidelberger Menschen kamen Kelten und Römer. Die erste Erwähnung in den Annalen der Stadt datiert auf das 12. Jahrhundert.
Heidelberg war die Residenz der Kurfürsten von Pfalz. Sie waren es, die im 13. Jahrhundert, auf dem Berg Königstuhl das majestätische Schloss Heidelberg zu bauen begannen. Es gewann sofort den Ruhm eines der schönsten Renaissance-Schlösser in Deutschland. Am Ende des 17. Jahrhunderts wurde Heidelberg im Mittelpunkt eines groß angelegten Krieges für den Nachfolger von Pfalz, und die Armee von Louis des 14. verwandelte das Schloss in Trümmern. Man versuchte es zu rekonstruieren, aber im Jahre 1764, nach einem Brand durch einen Blitzschlag, wurden Versuche gestoppt. Aber das Schloss hat ihre Großartigkeit beibehalten. Im 19. Jahrhundert begannen die von einer romantischen Aura umgebenen Ruinen die Dichter, Schriftsteller und Künstler in die Stadt anzuziehen.
Nach Heidelberg kam man seit alten Zeiten, um an einer der ältesten Universitäten in Europa zu studieren. Sie wurde im Jahre 1386 vom Kurfürsten Ruprecht dem I. gegründet (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg). An dieser Universität haben viele prominente Wissenschaftler und Philosophen unterrichtet - von Hegel bis zu Karl Jaspers-, arbeiteten viele Nobelpreisträger. Man sagt auch, dass an dieser Universität eine beliebte Studentenhymne "Gaudeamus" gesungen wurde. Viele Menschen träumen heute davon, eine Ausbildung in Heidelberg zu machen, obwohl die Universität Niederlassungen im Ausland hat. Heute studieren hier rund 30.000 Studenten.
Heidelberg zieht mit seiner gut erhaltenen mittelalterlichen Architektur Millionen von Touristen an. Kein Wunder, dass die Altstadt in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurde. Ein solcher Strukturaufbau, der das Auge erfreut, ist die alte Brücke mit neun Tonnengewölben. Sie wurde im späten 18. Jahrhundert im Barockstil aus rotem Sandstein gebaut. Alle seine fünf hölzernen Vorgänger konnten Kriege und Überschwemmungen nicht überleben. Auf der Brücke ist der berühmte Bronze-Affen mit einem Spiegel (Brückenaffe). Die Skulptur wurde von Professor Gernot Rumpf im Jahr 1979 erstellt. Die Abbildung des Affen erinnert an die menschliche Laster - Lust und Schamlosigkeit, und der Spiegel - der Eitelkeit. Die Figur des Affen erlaubt dem Beschauer, »sich selbst zu äffen«, indem er seinen Kopf in den des Affen hineinstecken kann. Es wird angenommen, dass der Affe seinen Zeigefinger und kleinen Finger zum Schutz gegen den bösen Blick angehoben hat. Sie werden von Touristen auf Hochglanz poliert. Es gibt auch ein weiteres Zeichen: derjenige, der den Spiegel berührt, erwartet Wohlstand. Das heißt also, dass es notwendig sei, hierher zu kommen und zu versuchen. Was wäre, wenn?
Während eines Spaziergangs durch die Altstadt, werfen Sie einen Blick auf das älteste Café in Heidelberg - Café Knösel. Hier sollte man auf jeden Fall Heidelberger Süßigkeiten kaufen - Schokolade Heidelberger Studentenkuss. Im 19. Jahrhundert, hat sie der Gründer der Institution Fridolin Cosel erfunden. Damals gingen junge Damen mit Erzieherinnen spazieren. Und die Studenten konnten nicht den Geliebten über ihre Gefühle mitteilen. Die Schokolade half den jungen Menschen die gegenseitige Sympathie auszudrücken. Nun werden diese Bonbons, mit dem Bild eines Liebespaares auf der Verpackung, von Touristen gerne als ein Andenken an Heidelberg gekauft.
Fast in allen Stadtkaffees werden köstliche Apfelküchle mit Zimt und Vanillesoße serviert und auch knusprige süße Hefebrötchen Dampfnudeln. Allerdings, wenn es rechte Zeit zum essen ist, lohnt es sich Maultaschen zu verkosten. Dies ist eines der beliebtesten Gerichte des Landes Baden-Württemberg - eine riesige dreieckige Klöße gefüllt mit Hackfleisch, Brot, Fruchtfleisch, Spinat und Zwiebeln. Denjenigen, die Fleisch besonders mägen, werden verschiedene Schlachtplatten von gekochtem Schwein Magen, Leberwürste mit Sauerkraut und Kartoffelpüree gefallen.
Nach dem Essen kann man seinen Spaziergang durch den Kornmarkt fortsetzen. Die Einheimischen halten ihn für den schönsten Platz von Heidelberg. Einst hat man hier mit Getreide gehandelt, und im Jahre 1717 wurde das Schloss von Großherzogen von Baden gebaut. In der Mitte ist ein Brunnen mit einer Statue von Madonna gekrönt. Es wurde im Jahre 1718 von den Jesuiten gegründet, in der Hoffnung, die protestantische Mehrheit der Bürger zum Katholizismus zu überzeugen. Gerade vom Platz kann man den Gipfel des Berges Königstuhl auf der Standseilbahn erreichen. Erster Halt sind die Ruinen des Heidelberger Schlosses, der nächste - Märchenparadies und Haus der Astronomie.
In Heidelberg gibt es fast jeden Tag eine Festveranstaltung. Dreimal im Jahr (im Juni, Juli und September) wird im Schloss Heidelberger Schlossbeleuchtung veranstaltet. Das Fest setzen die Feuerwerke über den Neckar fort. Diese Tradition legte der Kurfürst Friedrich der 5., der seine junge Frau, die Tochter des Königs von England Elizabeth Stewart, mit Feuerwerke grüßte. Am besten ist es das Feuerwerk vom Philosophenweg zu beobachten. Im Oktober und November wird das International Jazz Festival «Enjoy Jazz» veranstaltet. Im April findet in der Stadt ein großes internationales Festival "Heidelberger Frühling" der klassischen Musik statt. Das wichtigste Festival (Heidelberger Herbst) wird am letzten Samstag im September organisiert. An diesem Tag wird die Innenstadt in eine Messe umgewandelt, und hier demonstriert ihren Reichtum der Flohmarkt. Auf dem Marktplatz lautet die Musik, und die Straßen sind mit den Aromen der lokalen Küche erfüllt. In dieser Stadt gibt es für Touristen keine Möglichkeit sich zu langweilen oder hungrig zu bleiben!