Im Kloster der Muttergottes vom Zeichen endeten die Leben von den eminenten Frauen, die den damaligen Machthabern unerwünscht waren und ins Kloster verbannt geworden sind. Sie waren vor allem die Frauen und Töchter der in Ungnade gefallenen Politiker des 18. Jahrhunderts. Das Kloster, das im 17. Jahrhundert gegründet wurde, entwickelte sich rapide. Es begann alles mit einer Holzkirche. Während der darauffolgenden nächsten zwei Jahrhunderte, wurden das Steingebäude des Klosters, eine weitere Kirche, sowie das Gebäude mit den Zellen ausgebaut. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es auf dem Klostergelände eine Schule, ein Waisenhaus und ein Krankenhaus. Die Novizen des Klosters, deren Mitgliederinnen aus damaligen einflussreichen Familien stammten, wurden für ihr Kunsthandwerk bekannt.
Im Jahre 1920 wurde an den Mauern des Klosters der Muttergottes vom Zeichen bzw. am Ufer des Flusses Ushakovka, der Admiral Koltschak hingerichtet. Alexander Wassiljewitsch Koltschak war der Leiter der Weißen Bewegung, während des russischen Bürgerkrieges. Im Jahre 2004 enstand am Eingang zum Kloster das erste Denkmal für Koltschak in Russland. Fast gleichzeitig nach derErschießung Koltschaks wurde das Kloster aufgelöst. Vom Kloster blieb nur die «Znamenskaja» Kirche, («der Muttergottes vom Zeichen»), erhalten, in welcher jedoch bald Flugzeugreparaturwerkstätten untergebracht wurden. In den Jahren 1928-1953 wurde auf der gesamten Anlage des ehemaligen Klosters die Meeresflugstation platziert. Dies führte dazu, dass Gräber vieler angesehenen Einwohner von Irkutsk, sowie der Dekabristen, die dort begraben worden waren, verloren gingen. Bis in die heutigen Tage blieben aus allen Gebäuden des Klosterkomplexesnur die Znamenskaja Kirche, die Zellen, die Zäune und die Tore erhalten. In der Kirche blieben die Reliquien der zwei Heiligen, des Unschuldigen und des Sofronijs von Irkutsk, aufbewahrt.