Der außergewöhnlich farbenfrohe und feierliche Tempel aller Kulturen im Dorf Staroje Araktschino erinnert stellenweise an die unkonventionellen farbenreichen Bauten des Großen Katalaners Antonio Gaudi. Mit dem Bau dieser außergewöhnlichen Anlage begann man im Jahr 1994. Die Arbeiten werden bis heute aus Spendengeldern von Mäzenen aus der ganzen Welt fortgeführt.
Die Bauarbeiten wurden von dem Architekten, Bildhauer und Maler Ildar Chanow geleitet. Der Idee des Meisters zufolge soll der Tempel aller Religionen, der auch als Tempel des Weltalls bezeichnet wird, die Weltkulturen und Zivilisationen architektonisch verkörpern. In seinem Erscheinungsbild machen sich die Züge einer Moschee, einer Synagoge, einer chinesischen Pagode und einer orthodoxen Kirche bemerkbar. Insgesamt sind Elemente von sechzehn Religionen und denjenigen Zivilisationen versteckt, die bereits seit langem aus der Welt verschwunden sind. Der Tempel ist nur am Sonntag geöffnet, wenn hier Konzerte und Poesieabende stattfinden.