Die Surb-Chatsch-Kirche in Rostow am Don erinnert an das Surb-Chatsch-Kloster der Krim: armenische Auswanderer von der Halbinsel benannten sie genau so, zum Gedächtnis an das Heiligtum der Krim. Die Grundsteinlegung für den Bau der Kirche fand im Jahr 1783 statt. Es lohnt sich schon deshalb die Kirche zu besuchen und anzuschauen, da es das älteste erhaltene Gebäude der Stadt ist. Die Kirche im Stil des Klassizismus wurde zum Herzstück des Surb-Chatsch-Klosters, das von aus der Krim gekommenen Armeniern gebaut wurde.
Die Kirche wurde nach einem Entwurf von Iwan Starow, Schöpfer des Taurischen Palais und der Dreifaltigkeits-Kathedrale des Alexander-Newski-Klosters in Sankt Petersburg, errichtet. Zu den wichtigsten Dekorationen der Kirche zählen die aus armenischen Kirchen der Krim mitgebrachte Catschkare – Steinstelen mit geschnitzten Kreuzen des XV.-XVIII. Jahrhunderts. Im Jahr 1862 wurden das Kloster und die Surb-Chatsch-Kirche umgebaut. Im Jahr 1920 hörte das Kloster auf zu existieren, doch weitere 11 Jahre fanden in der Surb-Chatsch Gottesdienste statt! Dann wurde im Inneren ein Getreidespeicher eingerichtet. In den sechziger Jahren des XX. Jahrhunderts verfiel die Kirche. Zu diesem Zeitpunkt wurden alle Bauten des Klosters abgebaut. Dieses Schicksal hätte auch die Surb-Chatsch geteilt, doch der Künstler Martiros Sarjan verteidigte sie. Durch seine Teilnahme wurde die Kirche wiederhergestellt. In der Kirche wurde ein Museum der Russisch-Armenischen Freundschaft organisiert, zu unserer Zeit finden dort Gottesdienste statt. In der Nähe der Kirche befindet sich eine Quelle mit einer Badeanstalt.