Das Johannes-der-Täufer-Nonnenkloster, das im 16. Jahrhundert in der Stadt Wjasma gegründet wurde, war seinerzeit ein bedeutendes, religiöses Zentrum. Es liegt 170 km von Smolensk entfernt. Zar Iwan der Schreckliche, Zar Boris Godunow, Zar Alexej Michailowitsch und Patriarch Nikon hatten dieses Kloster besucht.
Bis heute blieb die Hodegetria-Kathedrale mit drei Zeltdächern erhalten. Diese schneeweiße Kathedrale, erbaut im eigenartigen, russischen Baustil des 17. Jahrhunderts, („russkoje usorotschje“, reich an Verzierungen und bizarren Formen), erinnert an Paläste aus russischen Märchen und ist in die Liste des UNECSO-Weltkulturerbes eingetragen. In Russland gibt es heute nur drei ähnliche Kathedralen. Die Hodegetria-Kathedrale ist mit Kokoschniki, (Fassadenschmuck der russischen Architektur, Ziergiebel), mit bunten Einlagen geschmückt, welche als Stützen für die Zeltdächer dienen. Im Inneren der Kathedrale gibt es interessante Bauelemente - Klanggefäße, die für eine einzigartige Akustik der Kathedrale sorgen. Mit ein bisschen Glück kann man sich selbst davon überzeugen, wenn man Chorsänger in der Kathedrale zu hören bekommt. Neben der Hodegetria-Kathedrale gibt es einen Schöpfbrunnen; man sollte sein köstliches Wasser probieren.