Das St. Georg Mönchskloster von Balaklawa wurde in den Felsen des Kaps Fiolent von den griechischen Kaufleuten gehaut. Der Legende nach hatten sie sich glücklicherweise auf dem Kap im schrecklichen Seesturm gerettet. Da beteten sie Georg den Siegesträger an, danach erschien vor ihnen der Heilige Georg. Die dankbaren Griechen gründeten 891 direkt in den Felsen einen christlichen Grottentempel. Den Fels, da wo der Heilige Georg vor den Geretteten erschien, nennt man Fels der Heiligen Erscheinung.
Im Krimkrieg 1853-1856 verwendeten die Verbündeten von England, Frankreich und der Türkei das St. Georg Mönchskloster von Balaklawa als Lazarett. Gerade hier arbeitete eine der ersten Krankenpflegerinnen, Engländerin Florence Nightingale. In den 1890er Jahren, zum 1000. Jahrestag wurde einer der Grottentempel rekonstruiert und eine klassische Fassade nachgebaut, so erschien die Christi-Geburts-Kirche. Eine steinerne Treppe führt vom Tempel zum wunderbaren Jaspis-Meerstrand zu. Eine Treppe gibt es auch auf dem im Meer alleinstehenden Fels der Heiligen Erscheinung, man kommt diese Treppe zum oben aufgestellten Kreuz mit dem Antlitz des Heiligen Georgs hoch. Das St. Georg Mönchskloster besuchten alle russischen Imperatoren, beginnend mit Alexander I. Hier waren die Schriftsteller Gribojedow, Puschkin, Bunin, Tschechow, die Maler Aiwasowski und Wereschtschagin. Der Krim-Forscher und Kenner E. Markow beschreibt im Buch „Krim-Kurzgeschichten“ die Herrlichkeit der Orte hier: die mit Wäldern bedeckten Abhänge der Berge, das Meer mit alleinstehenden Felsen, Strände mit buntem Geröll und das von ganz oben, den Atem nehmende, Panorama. 1929 schloss man das Kloster, das Kreuz wurde vom Fels runtergeworfen. Den Grottentempel übergab man einem Museum, und das Klostergelände einer Pension. Nach dem Krieg war hier eine Truppenbelegung untergebracht. Erst 1991 begannen die Wiederaufbauarbeiten im Kloster. Seit 1993 funktioniert das St. Georg Mönchskloster wieder.