Der Spasski-Hügel, (Spas bedeutet so viel wie Erlöser), in Wladimir verdankt seinen Namen der Erlöserkirche, welche im 12. Jahrhundert zu Herrschaftszeiten des Fürsten Andrej Bogoljubski erbaut wurde. Nach dem Brand im Jahre 1778 wurde an ihrer Stelle die heutige Erlöser-Verklärungs-Kathedrale errichtet. Aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammt die kleinere Nikolaus-Kirche.
Vom Spasski-Hügel steigt man zum Patriarchengarten ab, wo früher die hohen Amtsträger der Kirche gerne verweilten. Der Garten ist mindestens 400 Jahre alt. Hier wachsen uralte Linden, berühmte Wladimirer Kirschbäume und für diese Gegend ungewöhnliche Nuss-, Zeder- und Mandelbäume. Der blühende Garten ist ein Lieblingsort für Fotoshootings. Während der Rekonstruktion im Jahre 2016 wurde der 33 Meter große Höhenunterschied für den Bau einer Brunnenkaskade benutzt. Auf dem Hügel erhebt sich der Wasserturm, ein Ziegelbau aus dem Jahr 1912. Im Jahre 1975 wurde in seinem Inneren das Museum, „Das alte Wladimir“, eröffnet. Hier wird der Alltag der Stadtbürger im 19. und 20. Jahrhundert gezeigt. Es wurden Interieure eines Wohnzimmers, eines Wirtshauses und eines Ladens rekonstruiert, sowie Alltagsszenen aus dem Leben von Kaufleuten und Beamten. Die Ausstellung informiert auch über die Neuheiten vergangener Jahrhunderte: erste Wasserleitung, Kraftwerk, Feuerwehr. Die Ausstellung im dritten Stock ist Klöstern und Gymnasien gewidmet. Vom vierten Stockwerk aus öffnet sich der beste Ausblick auf Wladimir.