20 km von Istra entfernt liegt das Dorf Pawlowskaja Sloboda mit einer tief zurückreichenden Geschichte. Das Dorf wurde in den aus dem Jahr 1504 stammenden Urkunden erwähnt, 1593 stand hier schon die erste Holzkirche. Im 17. Jahrhundert gehörte das Dorf dem Geschlecht Morosows. Aus diesem Geschlecht stammte Boris Iwanowitsch Morosow, Erzieher und Berater des Zaren Aleksej Michailowitsch, des Vaters von Peter dem Ersten. Später, in den Jahren 1650-1662, wurde hier die Verkündigung-des-Herrn-Kirche errichtet, um sie herum wurde ein weitläufiger Garten angelegt.
Morosow hat es geschafft, die Pawlowskaja Sloboda, (deutsch: Paul-Siedlung), zu einem fortschrittlichen Dorf zu verwandeln. Hier wurde modern gewirtschaftet, funktionierten verschiedene Werkstätten. Da auch Zarin Natalja Kirillowna, zusammen mit Aleksej Michailowitsch hierher kam, wurde auch für sie ein Haus gebaut. In diesem Haus hielten sich auch Zarenkinder auf: Zarentochter Sofja, Zarensöhne Fjodor, Iwan und der zukünftige Zar Peter der Erste. Heute kann man in der Pawlowskaja Sloboda die Verkündigung-des-Herrn-Kirche besichtigen. Unterwegs aus Istra nach der Pawlowskaja Sloboda kann man durch das Dorf Anossino fahren und dort das aktive Nonnenkloster Anossina Pustyn besichtigen. Es wurde 1823 von der Tante des russischen Dichters Fjodor Tjuttschew, Fürstin Awdotja Meschtscherskaja gegründet. Sie war auch die erste Oberin. Zum Komplex des im frühen 19. Jahrhundert gebauten Klosters gehören drei Kirchen: Dreifaltigkeitskirche, Dimitri-Rostowski-Kirche und Kirche der heiligen Großmärtyrerin Anastasia. Das Kloster wurde den Heiligen Boris und Gleb geweiht. In seiner Nähe befindet sich das Dorf Borsye. Hier kann man im Freien die Ausstellung von Werken des russischen Bildhauers Sergej Kasanzew besichtigen. Das von ihm geschaffene Denkmal für Leonardo da Vinci schmückt das Stadtzentrum von Istra.