Im Gegenteil zu vielen Adelslandgütern, die zu Museen wurden, gehört das Landgut der Adelsfamilie Leontjew nicht dem Staat, sondern den Nachfahren seiner ersten Besitzer. Das Gut liegt 30 Kilometer von Rostow entfernt. Die Leontjews hatten das Grundstück, auf dem das Museum steht, noch zu Herrschaftszeiten Katharinas der Großen erworben. Anfang des 19. Jahrhunderts bestand das Gut in Woronino aus dem Herrenhaus, einer Orangerie und einem Park mit einer Teich-Kaskade.
Nach der Revolution 1917 wurden sämtliche Sachen aus dem Gut Leontjews dem Rostower Museum übergeben, das Gebäude wurde von verschiedenen Organisationen benutzt. Später haben die Nachfahren Leontjews das Gut zurückgekauft, das Herrenhaus, die Kirche, die Orangerie und andere Wirtschaftsbauten wiederhergestell. Im Herrenhaus ist eine dem Geschlecht Leontjews gewidmete Exposition eingerichtet. Hier kann man erfahren, in welcher Beziehung diese Familie zum Generalissimus Alexander Suworows stand und wie Leontjews beim Zarenhof dienten. Man kann auch ihre Portraits und das Modell des Guts, wie es Anfang des 20. Jahrhunderts war, sehen. Außerdem gibt es hier das Museum Goldener Bienenstock, (russisch: Solotoi ulej), welches der Bienenzucht gewidmet ist. Außer der Besichtigung der Ausstellungen können die Besucher auf eine andere Art in die Atmosphäre des Adelsguts eintauschen: Gorodki oder Federball spielen, im Winter Schlittschuh fahren. Im Gut gibt es auch ein Hotel.