Der 1992 gegründete Skulpturenpark „Muzeon“ gilt als das größte Museum Russlands unter freiem Himmel: hier werden mehr als tausend Monumente ausgestellt. Die meisten davon wurden hier nach dem Zerfall der UdSSR gesammelt und öffentlich gezeigt.
Im Skulpturenpark „Muzeon“ kann man die Skulpturen der sowjetischen Führer, die Denkmäler aus der Zeit des sozialistischen Realismus und die Statuen der Avantgardisten sehen. Unter den berühmtesten Skulpturen ist das von Wutschetitsch fertiggestellte Denkmal für den NKWD-Gründer Felix Dserschinski, das "Eiserner Felix" im Volke genannt wurde. Die andere prägnante Skulptur ist die zu Lebzeiten entstandene Statue von Josef Stalin aus rosa Granit. Das Denkmal ist dadurch auffallend, dass seine Nase und seine Füßen abgesplittert sind. Unter den Moskauern sind die moderneren Skulpturen wie „Großvater Mazay und die Hasen“ oder „Don Kichot“ beliebt. Alle Skulpturen sind öffentlich auf dem Rasen oder den Alleen der Parks ausgestellt, und deswegen kann jeder zum Beispiel neben der Skulptur „der kleine Schuh“, die ein Mädchen darstellt, das die riesigen Schuhe seiner Mutter angezogen hat, ein paar lustige Fotos machen. Nach dem Anschluss der Krymskaja-Uferstraße zu „Muzeon“ entstand hier die Fahrradvermietung und nach der Renovierung eröffneten sich das Sommerfilmtheater, eine Spielstätte für die Musikfeste, Cafés und drei Konzertstätten. Auch kann man sich hier in den Wasserstrahlen des größten trockenen Brunnens Moskaus erfrischen. Er hat keine gewöhnliche Brunnenschale und das Wasser sprudelt direkt unter dem Asphalt hervor. Wenn es heiß ist, ist es angenehm, hier zu laufen und das kühle Nass zu genießen. Schon mehrere Jahre in Folge findet in "Muzeon" das spektakuläre "Fest der schreitenden Orchester" statt. Die legendären Blasorchester aus Moskau und dem Ausland spielen geradezu im Gehen, machen einen Strandspaziergang im Takt und veranstalten hervorragende Jam-Sessionnen.