Für viele Russen ist Pjatigorsk eng mit dem Namen des russischen Dichters Michail Lermontow verbunden. Als Kind besuchte er oft die Stadt, hier am Berg Maschuk kam er in einem Duell ums Leben. In der Stadt ist das Lermontow-Häuschen, wo der Dichter seine letzten Lebensmonate verbracht hatte, erhalten geblieben. Dieses bescheidene Holzhaus mit verputzten Wänden und einem Schilfdach wurde 1836 von Hauptmann Tschilajew gebaut. Im Sommer wurde dieses Haus vermietet. 1841 ließ sich in diesem Haus Fähnrich Lermontow nieder.
Die Behörden haben das Lermontow-Häuschen 1912 gekauft und drin ein Museum eröffnet. 1964, zum 150jährigen Jubiläum des Dichters, wurde das Haus komplett restauriert. Heute sieht es so wie damals aus, als der Dichter es zusammen mit seinem Freund und nahen Verwandten Aleksej Stolypin gemietet hatte. In den Zimmern sind eine Reisetruhe, ein schmales Bett, ein Schreibtisch, silbernes Hausgerät zu sehen.
1973 wurden alle Lermontow-Orte in Pjatigorsk zu einem staatlichen Lermontow- Museumsreservat zusammengelegt. So kam um das Lermontow-Häuschen herum ein ganzes Museumsviertel zustande, zu dem auch das Haus Wersilins gehört. Der Dichter besuchte oft diese Nachbarn, gerade in diesem Haus fand der Streit statt, welcher mit einem Duell endete. Heute sind im Haus Wersilins Dokumente, Autographe und Zeichnungen des Dichters ausgestellt. Im ehemaligen Tschilajew-Haus werden Portraits von Lermontow und Illustrationen zu seinen Werken gesammelt.