Nikolaj Alekseewitsch Nekrassow, ein Klassiker der russischen Literatur, Publizist und Literaturkritiker, einer der bekanntesten russischen Dichter, verbrachte in den letzten Jahren seines Lebens jeden Sommer im Anwesen im Dorf Karabicha. Heutzutage ist dieses Anwesen eine literarische Gedenkstätte, die sich mit Leben und Werk des Dichters auseinandersetzt. Es gilt als das einzige Anwesen von der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in der Jaroslawler Region, das bis heute sein ursprüngliches Erscheinungsbild bewahrt hat.
Das Anwesen „Karabicha“ ist in den 1740-er Jahren im Auftrag der Fürsten Galitsin erbaut worden. Sie waren auch die damaligen Landesbesitzer. 1861 kaufte Nikolaj Nekrassow das Anwesen, in dem er daraufhin beinahe jeden Sommer bis zu seinem Tod im Jahre 1877 verbrachte. In dem Anwesen schrieb er seine wichtigsten Werke, die bis heute an russischen Schulen durchgenommen werden: das Poem „Frost, rote Nase“, „Russische Frauen“, „Wer lebt in Russland froh und frei?“. Nach der Revolution wurde das Anwesen verstaatlicht, das Haus wurde einer Kolchose übergeben, später befand sich darin ein Sanatorium und ein Waisenhaus. Die Entscheidung, daraus ein Museum zu machen, fiel 1946. Heute wird das Haus von einem Park mit Teichen umgeben. Von dem Leben und der Arbeit des Dichters in Karabicha erzählen seine persönlichen Gegenstände, seine Bibliothek und die ersten Ausgaben seiner Werke. Auch ein gestreiftes türkisches Sofa steht im Haus - hier ruhte sich Nekrassow gerne aus. Der Dichter war auch ein leidenschaftlicher Jäger, deshalb gibt es hier auch seine Gewehre und ausgestopfte Vögel zu sehen. Am ersten Samstag im Juli wird in Karabicha das Fest der Poesie durchgeführt, das Nekrassow gewidmet ist.